Wie Du unproduktive Leerlaufzeiten verhinderst und damit Deine Kosten senkst

Wie Du unproduktive Leerlaufzeiten verhinderst und damit Deine Kosten senkst

Die Maisernte läuft auf Hochtouren. Und trotz bester Vorbereitung und Planung kann es zu Stillstandzeiten im Ablauf kommen, in denen sich unweigerlich die Transportgespanne aufreihen. Die Fahrer helfen entweder mit, die Erntekette wieder ans Laufen zu bringen oder müssen einfach abwarten. Was haben in dieser Situation fast alle Schlepper, egal welcher Farbe, gemeinsam? Die Motoren brummen ungenutzt im Leerlauf vor sich hin. Bei Drehzahlen um die 800 Umdrehungen pro Minute konsumiert jeder von ihnen zwei bis drei Liter Diesel in der Stunde.  Nicht die Welt, in Anbetracht der Dieselmenge, die in einer Häcksel-Saison in Summe verfeuert wird. Die Kosten allerdings, die der Schlepperfahrer nicht unbedingt im Auge hat, summieren sich mit jeder Minute unweigerlich auf. Zum Beispiel die des Mietschleppers der nach Betriebsstunden mit dem Landmaschinenhandel abgerechnet wird.

Der Hauptanteil unproduktiver Leerlaufzeit ist in der Häckselkette die Wartezeit, bei der der Schleppermotor in der Regel durchläuft. Auch Pausen mit laufendem Motor sind nicht unüblich. Bei der Feldbestellung oder bei anderen Transportarbeiten haben wir mit der exatrek App im Durchschnitt Leerlaufwerte um die 20 % ermittelt! Durch die Analyse der Arbeitsprozesse, bei der die Arbeitszeit nach produktiver und unproduktiver gegliedert wird, ist auf einen Blick ersichtlich ob der Schlepper zu viel Zeit im Leerlauf verbringt und man seine Gewohnheiten ändern sollte.

Was eine Reduktion der Leerlaufzeit von 20 % auf 10 % an Kosten einspart, soll an ein einem kleinen Beispiel verdeutlicht werden. Nehmen wir an, dass für einen Schlepper der 8 Jahre eingesetzt wird und dabei 1.000 Stunden pro Jahr auf den Betriebsstundenzähler spult, durch konsequente Umsetzung der exatrek Auswertung der produktive Zeitanteil von 80 % auf 90 % erhöht wird.

Das Ergebnis:

  • Nach 8 Jahren hat der Schlepper 7.200 statt 8.000 Betriebsstunden.
  • Die Kosten von 1 bis 2 Wartungsdiensten entfallen.
  • Ungefähr 2.000 bis 2.400 Liter Diesel werden in den 8 Jahren weniger im Standgas verbraucht.
  • 800 Betriebsstunden weniger bedeutet einen höheren Restwert bei der Vermarktung.
  • Finanzierungsmodelle können günstiger gestaltet werden.
  • Für vergleichbare Mietschlepper, die meistens nach Betriebsstunden abgerechnet werden, reduzieren sich die Mietkosten um 10 %.

Die aus dem PKW bekannte Start-Stop-Funktion mag für den einen oder anderen übertrieben und lästig sein, aber auch in der Landwirtschaft ist das Lanz-Bulldogzeitalter, wo der Glühkopf nicht kalt werden durfte, lange vorbei. Allein aus Kostengründen ist es geboten den Motor, wenn immer möglich, abzuschalten. Neben dem Portemonnaie freut sich außerdem die Umwelt!

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