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Teil 3 ― Wienhoff Güllefass mit exatrek Anbaugeräte-Beacon ausstatten

Der dritte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit der Integration eines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung. Die Integration stellen wir anhand eines Wienhoff Güllefasses näher dar. Denn die Schlepperdaten allein sind schön und gut, zusätzlich möchten wir natürlich wissen was für Arbeiten etc. auf den Schlägen durchgeführt wurden. Dies bekommen wir nur hin, indem das System weiß, welches Anbaugerät der Schlepper angehängt hat. Erfasst werden die ISOBUS-Daten, sie werden in ausgewerteter Form im exatrek Webportal zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise werden z.B. die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger, Pflanzenschutzmittel, sowie Aussaatmengen vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert.

Um das Güllefass in die Datenerfassung zu integrieren, benötigst Du einzig und allein einen unserer Bluetooth-Beacon. Damit das Fass dem Beacon digital zugewiesen werden kann, musst Du den Beacon nur noch am Fass befestigen.

Doch was ist eigentlich ein sogenannter Bluetooth-Beacon?

Unter dem Begriff Bluetooth-Beacon versteht sich ein kleiner Bluetooth-Sender, der auf Bluetooth-Technik basiert. Er nutzt Bluetooth Low Energy (BLE) oder die Bluetooth Smart Technologie. Der englische Begriff Beacon bedeutet im Deutschen Funkbake. Im ursprünglichen Sinn handelt es sich um eine mobile oder ortsfeste Funkstelle, die bei der Navigation beispielsweise in der Luftfahrt Verwendung findet. Der Grund, warum Beacons relativ schnell einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurden, war Apple. Das Unternehmen stellte den iBeacon im Jahr 2013 vor und sorgte durch ein Lizenzierungsverfahren für die Markteinführung. Was macht der Beacon den nun genau? Er sendet Funkwellen aus, die zur Identifizierung und zur Ortsbestimmung notwendig sind. Geräte wie Tablets und Smartphones sind in der Lage, die Nachrichten der Beacons zu empfangen und zu verarbeiten.

Mit Hilfe unserer Bluetooth-Beacons kann das T2 Telemetriemodul das Anbaugerät voll automatisch erkennen. So werden nicht nur Maschinenstunden, sondern auch die Nutzung Deines Anbaugerätes auf Deinen Schlägen verzeichnet. Die manuelle Auswahl des Anbaugerätes in der exatrek App oder WebApp entfällt.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Beacon anbringen:
    Unsere Beacons sind mit zwei starken Magneten ausgestattet, dadurch gestaltet sich die Anbringung kinderleicht. Einfach eine Stelle am Anbaugerät suchen, die möglichst weit vorne ist, damit Kontakt zum T2 Modul besteht. Zack den Beacon ans Gerät halten, dann er sollte sich von allein an das Anbaugerät heften ― fertig ist die Montage.

  2. Anbaugerät im Webportal anlegen:
    Nun musst Du den Beacon noch digital mit dem Fass koppeln. Öffne dafür das Webportal, in der Hauptübersicht klickst Du den Menüpunkt „Anbaugeräte/Anhänger“ an. Wähle danach oben rechts den + Button um ein Anbaugerät hinzuzufügen. Nun öffnet sich ein neues Fenster, in diesem Fenster kannst Du verschiedene Angaben machen. In unserem Beispiel tragen wir bei der Geräteklasse die Gülle & Dungtechnik ein. Es gibt natürlich noch weitere Auswahlmöglichkeiten, wie z.B. Pressen, Bodenbearbeitungsgeräte und Beregnungstechnik. Gib danach den Gerätetypen an, hier ist dies ein Güllewagen. Zusätzlich Gerätetyp 2, dieser definiert den Typ nochmal etwas genauer, hier ein Schleppschuhverteiler. Dann den gewünschten Namen, den Hersteller, das Modell und das Baujahr eintragen. Besonders wichtig die Angabe der Arbeitsbreite, denn diese dient dir zur Berechnung der Flächenleistung und zur Berechnung der bearbeiteten Flächen. Zusätzlich kann die Transportkapazität angeben werden und ein Kostensatz hinterlegt werden. Die Abrechnungseinheiten 1 – 4 können zunächst ausgelassen werden. Diese kannst Du dann ausfüllen, wenn die ersten Daten erfasst wurden und Du genau weißt, wie die Auswertung aussehen soll. Ist alles eingetragen ― klicke speichern. Daraufhin sollte das Fass sofort in deiner Anbaugeräteliste erscheinen.     

  3. Anbaugerät mit Beacon koppeln:
    Befindet sich das Anbaugerät in der Anbaugeräteliste, musst Du nur noch rechts auf die drei Punkte klicken, dann öffnen sich neue Auswahlsymbole. Zum Koppeln wird das Symbol in der Mitte benötigt, dies ist ein kleines Linksymbol. Nun wählst Du den Beacon aus, den du vorher an dem Fass befestigt hast. Nur noch speichern klicken und fertig ist die Integration deines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung.

Nun ist der Beacon montiert, das Fass angelegt und das Ganze digital verknüpft. Dein Anbaugerät kann jetzt vollautomatisch von dem T2 Telemetriemodul erkannt und dessen  Nutzung aufgezeichnet werden.

Im nächsten Beitrag schauen wir uns an, wie Du Schlaggrenzen importieren und Orte erstellen kannst. Dies ist besonders wichtig um den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen zu können. Zusätzlich geht es darum, wie Du individuelle Schlaggrenzen einzeichnen kannst. Bis zum nächsten Beitrag!

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Teil 2 ― John Deere 6150R mit exatrek T2 ausstatten

Hast du die Anmeldung erfolgreich beendet? Dann geht es hier mit dem zweiten Teil unserer Reihe weiter. Dieser Teil beschäftigt sich mit der Integration eines Schleppers in die automatische Datenerfassung, am Beispiel des John Deere 6150R. Unsere Hilfsmittel hierfür sind ein T2 Telemetriemodul, welches uns die Daten unserer Maschine liefert, und ein Anschlusskabel passend zu dem jeweiligen Schlepper. Ziel des Ganzen ― deinen manuellen Dokumentationsaufwand möglichst gering zu halten.

Doch was ist eigentlich mit automatischer Datenerfassung gemeint und welche Vorteile hat diese für dich?

Meist stammen Schlepper und Anbaugeräte auf einem Betrieb von verschiedenen Herstellern. Zunehmend wird die elektronische Steuerung von Anbaugeräten genutzt und ist durch Isobus standardisiert verfügbar. Die Nutzung der automatischen Datenerfassung, der Übertragung und Speicherung von Informationen von betriebsinternen Abläufen auf dem Betriebsrechner, ist vielversprechend. Solche Systeme vereinfachen den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Landwirtschaft und ermöglichen es beispielsweise, einmal erhobene Daten an verschiedenen Stellen weiterzuleiten. Außerdem sollen solche Systeme, über die Auswertung der erhobenen Daten, den Landwirten als Entscheidungshilfe dienen.

Du bekommst ziemlich einfach eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung sowie Arbeitsstunden der Personen. Darüber hinaus können auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt werden. Die erfassten Daten können dann unkompliziert in die Ackerschlagkarteien verschiedener Partner, wie agrirouter und 365farment, übertragen werden.

Fakt ist: In der modernen Pflanzenproduktion sind Maschinen- und Energiekosten einer der größten Kostenblöcke. Um diese zu optimieren, sei es in ökonomischer oder ökologischer Hinsicht, muss zunächst der Ist-Zustand erfasst werden. Anschließend können auf dieser Basis Optimierungen durchgeführt werden. exatrek gibt dir ein Werkzeug an die Hand, um Kosten oder den Energiebedarf zielgerichtet zu erfassen und einzelne Maßnahmen schlaggenau zuordnen zu können.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Adapter anschließen:
    Du fängst damit an, indem Du den Stecker des mitgelieferten Kabels in die Diagnoseschnittstellen-Steckdose, in der Schlepperkabine, einsteckst. Die Datenübertragung erfolgt hauptsächlich über ISOBUS, trotzdem wird diese Steckdose genutzt, damit der ISOBUS InCab frei bleibt für z.B. ein Spritzterminal.  Das Kabelende schraubst Du daraufhin ganz einfach an den T2 Adapter. Nun ist wichtig, dass Du dir vor dem befestigen des Adapters die Seriennummer merkst, in unserem Beispiel ist dies die 2416. Diese wird später benötigt, um das Modul mit dem Schlepper verbinden zu können. Hast Du dir die Nummer aufgeschrieben oder gemerkt, kannst Du die Folie auf den beiliegenden Klebepads entfernen und den Adapter an einer Stelle im Schlepper befestigen wo er dich nicht stört.

  2. Schlepper im Webportal anlegen:
    Hast Du den T2 Adapter erfolgreich befestigt, folgt die Anlage deines Schleppers im Webportal. Öffne dafür unser Webportal und melde dich an. Nun klickst Du links auf den Menüpunkt „Fahrzeuge“. Wenn bereits Fahrzeuge in deiner Datenbank eingepflegt sind werden sie dir hier angezeigt. Nun musst Du rechts den runden „+ Button“ betätigen, dieser steht für das Hinzufügen eines neuen Fahrzeuges. Daraufhin sollte sich bei dir ein neues Fenster öffnen. In dieses Fenster trägst Du deinen Fahrzeugtypen ein, in diesem Fall ein Traktor, dann einen beliebigen Namen, die Farbe, den Hersteller, das Modell, das Baujahr und du kannst einen Kostensatz hinterlegen. Dies ist wichtig, falls du später die Kosten verfolgen möchtest. Hast Du alles ausgefüllt, klickst Du auf bestätigen und der Schlepper ist im Webportal angelegt.

  3. Schlepper mit Adapter koppeln:
    Den Schlepper findest Du jetzt in der Fahrzeugliste. Um den Schlepper mit dem Adapter zu koppeln klickst du das Link-Symbol rechts in der Liste an. Es öffnet sich ein neues Fenster, dieses Fenster zeigt eine Liste der Module die deinem Betrieb zugeordnet sind. Nun musst du die Nummer des Adapters auswählen, die du dir zuvor gemerkt hast, in unserem Falle die 2416. Dann klickst du auf speichern. Der Schlepper sollte jetzt mit dem Adapter verbunden sein. Überprüfe dies am besten direkt, indem du die Zündung deines Schleppers einschaltest. Ist dein Schlepper online? Dies kannst Du herausfinden, indem Du links auf die Übersicht klickst. Zusätzlich wird sofort, wenn der Schlepper online ist, seine Position erkannt. Möchtest Du mehr Details deines Schleppers untersuchen, dann klicke links in der Liste auf deinen gewünschten Schlepper.  Du kannst in der Detailansicht, z.B. Maschinenstatus und den Tankfüllstand, einsehen.

Der Schlepper ist jetzt mit einem exatrek T2 Telemetriemodul ausgestattet, er ist im Webportal angelegt und das Modul ist dem Schlepper zugewiesen. Der Schlepper ist online gekommen, du kannst die Daten des Schleppers, Dieselverbrauch, Tankfüllstand und Position einsehen? Dann hast Du alles richtig gemacht! Die Installation ist an dieser Stelle abgeschlossen, Du kannst jetzt Daten erfassen, die automatische Dokumentation beginnt und Du kannst nach dem Ersteinsatz die Daten auswerten.

Im darauffolgenden Beitrag geht es mit der Integration des Anbaugerätes, dem Wienhoff Güllefass, in die automatische Datenerfassung weiter. Bis zum nächsten Beitrag!