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Teil 5 – Wiegen und Navigieren mit exatrek

Dieser fünfte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit verschiedenen „Stationen“ bei der Maisernte. Zum einen mit dem Wiegehäuschen, wann kommen die nächsten Fahrzeuge, zum anderen mit der App und wie Du mit dieser zum Feld navigiert werden kannst.

Landwirtschaftliche Betriebe profitieren heutzutage auf unterschiedlichste Weise von der Erfassung verschiedener Daten. Heute stellen wir Dir einen Betrieb vor, der in der landwirtschaftlichen Praxis von dieser Erfassung profitiert – und zwar bei der Maisernte.

Die gesamte Flotte unseres Kundenbetriebes aus dem Ruhrgebiet ist mit einem exatrek T2 Adapter ausgestattet. Die Ernteflotte besteht aus drei Festfahrern, fünf Abfahrern und einem Häcksler. Die Festfahrer und Abfahrer nutzen unterschiedlichste Fahrzeugmarken – Exatrek bringt all diese Maschinen auf einer Plattform zusammen.

Alle für dich relevanten Daten werden automatisch dokumentiert und können anschließend in die Ackerschlagkarteien unserer Partner überführt werden. Dabei ist exatrek voll zum 365Active System kompatibel,  bestehende ActiveBoxen können bei einem Upgrade einfach weiterverwendet werden. Zusätzlich zu 365FarmNet, können deine Daten an den agrirouter gesendet werden, von dort werden die relevanten Daten in die Ackerschlagkartei oder das Abrechnungsprogramm der anderen agrirouter-Partner weitergeleitet. Durch die Kombination der agrirouter-Schnittstelle mit dem T2 und den zugehörigen, fertig konfektionierten Kabelsätzen können selbst ältere Maschinen innerhalb von Minuten an die eigene Ackerschlagkartei angebunden werden!

Fakt ist: Mit exatrek optimierst Du deine Maisernte! By the Way nicht nur die Maisernte sondern auch die Getreideernte und die Düngerausbringung können optimiert werden. Für mehr Informationen dazu schau dir unser Oktober Update 2020 an.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Dokumentation Wiegevorgänge:
    Der Kunde besitzt eine Biogasanlage auf dem Hof, zu der ein Wiegehäuschen gehört. Viele Lieferanten liefern Material, dabei ist es essentiell, dass die eingehenden Fahrzeugfuhren verwogen werden um entsprechende Lieferscheine für die Lieferanten zu generieren. Der Mitarbeiter, der für die Wiegungen zuständig ist weiß natürlich nicht, wann das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt. Hierfür ist das Fahrzeugtracking mit exatrek die Lösung! Der Mitarbeiter kann alle Standorte und Fahrspuren einsehen. Dadurch weiß er, wie lange er Zeit hat bis das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt und er kann die Zeit ggf. anders sinnvoll nutzen. Zusätzlich weiß der Mitarbeiter genau welches Fahrzeug ankommt.

  2. Navigation zu Feldern:
    Auf dem Schlepper gibt es einen ersten Blick in die Mobilversion von exatrek. Ein separates Video zu unserer App folgt. Eine sehr hilfreiche Funktion ist die Navigationsfunktion, wenn der Fahrer eine geringe Ortskenntnis besitzt. Mit Hilfe der App kann ganz einfach geschaut werden auf welchem Schlag sich der Feldhäcksler befindet oder den Schlag selber in der App suchen – drauftippen – Navigation starten. Sofort navigiert die App zum ausgewählten Schlag. Zusätzlich kann in der App ein Kunde ausgewählt werden, das heißt wenn der Fahrer für einen Kunden losfährt, dann kann er selbst wählen ab wann die Zeit für den Kunden läuft und für welchen Kunden die entsprechenden Daten aufgezeichnet werden sollen. Mit der App können die Standorte der anderen Fahrzeuge der Flotte eingesehen werden, z.B. die der anderen Abfahrer. Darüber hinaus können die Schlaggrenzen eingesehen werden. Ganz wichtig: Wenn der Fahrer unterwegs zum gewünschten Schlag ist, kann er ganz genau sehen wo sich der Häcksler befindet und kann direkt die richtige Feldeinfahrt wählen. Zudem werden lange Rangierzeiten durch das Entgegenkommen von vollen oder leeren Fahrzeugen auf schmalen Fahrzeugwegen vermieden.

Die Maisernte ist in vollem Gange. Dank exatrek weißt Du jetzt wie man die Standorte der einzelnen Fahrer und des Häckslers einsieht, hast einen Überblick über die genauen Fahrspuren und weißt genau welches Fahrzeug an der Waage ankommt. Die Arbeitszeit für den Bediener der Waage lässt sich optimal gestalten. Zusätzlich hast Du einen kleinen Einblick in unsere mobile Version bekommen, zu der demnächst noch ein separates Video online kommt.

Im folgenden Beitrag werden wir uns anschauen, wie es aussieht wenn Du mit dem Schlepper losfährst, dabei ISOBUS-Daten aufzeichnest und diese Daten auf die Schläge referenzieren kannst. Das Ziel ― die automatische Dokumentation. Bis zum nächsten Beitrag!

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Teil 4 ― Schläge und Orte importieren

Im vierten Beitrag unserer Reihe schauen wir uns an, wie Du Schlaggrenzen importieren und Orte anlegen kannst. Dies ist besonders wichtig um den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen zu können. Zusätzlich geht es darum, wie Du individuelle Schlaggrenzen einzeichnen kannst.

Die schlagspezifische Dokumentation wird zum Kinderspiel.

Doch was ist überhaupt eine Ackerschlagkartei?

In einer Schlagkartei werden genaue Aufzeichnungen über alle Maßnahmen (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte) mit Art und Umfang zu eingesetzten Betriebsmitteln im Laufe eines Jahres gemacht. Sie bildet eine Grundlage für die Betriebsabrechnung eines landwirtschaftlichen Betriebes und für verschiedene Auswertungen, Vergleiche oder die Anbauplanung der folgenden Jahre. Webbasierte Ackerschlagkarteien zeichnen sich häufig durch eine einfache Bedienung aus, welche durch Apps ergänzt werden. Einige Ackerschlagkarteien ermöglichen die Aufzeichnung von Beobachtungen, wie der Pflanzenentwicklung.

Eine gute Ackerschlagkartei-Software zeichnet sich durch eine große Datenbasis mit hinterlegten Tabellenwerten zu z.B. Nährstoffgehalten bei Düngemitteln, Wirkstoffen bei Pflanzenschutzmitteln, Sortenlisten und regelmäßigen Updates aus. Mit diesen Werten ist es möglich eine zuverlässige Dokumentation, eine Düngebedarfsermittlung und einen Nährstoffvergleich nach der neuen Düngeverordnung zu erstellen.

Darüber hinaus bieten digitale Agrar-Softwares einen zusätzlichen Mehrwert.  Sind im Funktionsumfang der Software weitere Module wie Sauenplaner, Nährstoffvergleich, Düngebedarfsermittlung oder Bordcomputerkopplung zur Landtechnik enthalten, wird von einem Farm-Management-System gesprochen.

Bei der Bordcomputerkopplung ist auf die Unterstützung durch ISOBUS zu achten. Damit ermöglicht die Ackerschlagkartei eine Kommunikation mit einer großen Anzahl an Maschinen verschiedenster Hersteller. Die Bordcomputerkopplung ermöglicht eine automatisierte Dokumentation, mit der Möglichkeit eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung sowie Arbeitsstunden der Personen zu erhalten. Darüber hinaus werden auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt.

Erweiterungen von Ackerschlagkarteien stellen auch die Fernerkundung und teilflächenspezifische Bearbeitung dar. Eine Flächenerkundung kann sowohl mit am Traktor befestigten Sensoren, durch Befliegung mit Flugzeugen und Drohnen oder durch Erdbeobachtungssatelliten durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser Fernerkundung ergeben sich für den Landwirt zahlreiche Vorteile, z.B. die Nutzung präziserer Grundlagen zur Düngeplanung, gezielterer Einsatz von Pflanzenschutzmittel, eine Ertragsschätzung im Grünland, das Auffinden von Rehkitzen vor der Mahd und eine bessere Planbarkeit der Bewirtschaftung aufgrund von exakteren Wettervorhersagen. Mit Hilfe der Fernerkundung werden objektive Daten über den Schlag ermittelt, welche zusammen mit den dokumentierten Daten für die teilflächenspezifische Bearbeitung, z.B. bei Aussaat oder Düngung verwendet werden können.

Je mehr die Ackerschlagkartei automatisch erfasst, desto besser!

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Schlaggrenzen importieren:
    Um Schlaggrenzen importieren zu können musst Du zuerst unser Webportal öffnen und dich anmelden. Nun klickst Du links auf den Menüpunkt „Felder“, die Feldverwaltung öffnet sich. Auf der rechten Bildschirmseite sind zwei Symbole zum Felder importieren und Felder exportieren zusehen. Um Felder zu importieren verwende das entsprechende Symbol. Der Importdialog öffnet sich. Damit Du fortfahren kannst musst Du die entsprechende Felddatei als ZIP-Datei (Shapefile) oder GML Datei auswählen. Zusätzlich lässt sich noch das Koordinatensystem auswählen. Das WGS84 passt eigentlich so gut wie immer, wenn die Schläge jedoch nach dem Import verzerrte Schlaggrenzen ausweisen macht es Sinn das Koordinatensystem zu wechseln. Hast Du alles ausgewählt, kannst Du das Ganze importieren. Sofort sind die Schläge in der Karte zu sehen. Um fortzufahren benutzte den Weiter-Button, hier kannst Du bestimmte einzelne Felder auswählen die importiert werden sollen, falls nicht die komplette Datei importiert werden sollen. Sind die Felder ausgewählt verwende den Weiter‑Button. Im nächsten Schritt kannst du den zu importierenden Feldern optional Kunden zuordnen. Zusätzlich zum Kunden zuordnen, können den Kunden Farben zugewiesen werden, damit sich die Schläge in der Karte farblich unterscheiden. Der letzte Schritt ― Felder hochladen. Ist dies abgeschlossen, kannst Du den Importdialog schließen. In der Karte lassen sich jetzt alle importierten Schlaggrenzen einsehen. 

  2. Schlag nachträglich einzeichnen:
    Um Schläge nachträglich einzeichnen zu können, bleibst Du in der Kartenübersicht.  Wähle oben rechts den + Button um neue Felder zu markieren. Nun kannst Du ganz individuell Schlaggrenzen einzeichnen. Ist der neue Schlag eingezeichnet öffnet sich ein Fenster, in dieses wird der Namen des Feldes eingetragen. Zudem kann das Feld einem Kunden zugeordnet werden und ein zusätzlicher Kommentar geschrieben werden. Wenn alles eingetragen ist, kann gespeichert werden ― Schlag ist gespeichert. Er steht Dir jetzt genau wie die anderen Schläge zur Auswertung zur Verfügung.

  3. Ort einzeichnen:
    Die Schläge sind dafür da, um Fahrzeugdaten auf bestimmte Schläge zu referenzieren. Hierbei kommt es natürlich immer mal wieder vor, dass Fahrzeugstunden am Hof anfallen. Diese Fahrzeugstunden sollen bestenfalls dem Hof zugeordnet werden,  damit diese nicht als Wartezeit oder Straßenfahrtzeit im System auftauchen. Um Orte anzulegen bleibst Du in der Kartenübersicht.  Wähle wieder oben rechts den + Button und gehe dann auf Orte. Nun kannst Du deinen gewünschten Ort in der Karte markieren. Es öffnet sich ein Fenster, indem Du den Typ Ort auswählen kannst. Wählen kannst Du zwischen Hof, Stall, Tankstelle, Waage und Andere. Dann gibst Du den Namen ein und wählst den Radius, der die Fläche deines Hofes wiederspiegelt ― die Hofstelle ist jetzt angelegt. Alle Maschinenstunden die in diesem Radius stattfinden werden anschließend als Arbeitsvorbereitungszeit in die Datenauswertung mit einbezogen, das heißt Du kannst sie ganz klar von den Wartezeiten die auf dem Feld oder auf der Straße anfallen trennen. Legst du z.B. eine Waage an, sind noch weitere Funktionen hinterlegt, z.B. bekommt der Fahrer die Aufforderung eine Wiegung durchzuführen, wenn er mit dem Schlepper und der aktiven App auf die Waage fährt.

Die Schläge sind hochgeladen, Du weißt wie man neue Schläge einzeichnet und verschiedene Orte anlegt. Jetzt kannst Du den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen. Zudem kannst Du die Arbeit an den Orten als Arbeitsvorbereitungszeit mit in die Datenauswertung einbeziehen.

Im folgenden Beitrag werden wir uns anschauen, welchen Mehrwert das exatrek System – am Beispiel der Maisernte – in der Praxis bietet. Bis zum nächsten Beitrag!

Maschinentracking in der Kartenansicht
Betriebsführung

Standortverfolgung Deiner Maschinen in der Kartenansicht

5 Features, die Dir dabei helfen die Vorgänge auf Deinem Betrieb zu optimieren – Teil 3

Im letzten Teil dieser Beitragsserie haben wir uns angesehen, welche Parameter für die Effizienz von Transport- oder Feldarbeiten entscheidend sind und wie diese bewertet werden können. Falls Du diesen Beitrag noch nicht kennst und Du wissen möchtest, wie Du die exatrek App nutzen kannst, um die Vorgänge auf Deinem Betrieb zu optimieren, kannst Du ihn Dir hier ansehen. In dem Beitrag geht es insbesondere um die Maßnahmen, die von Einzelmaschinen vorgenommen werden.

Die Situation stellt sich ganz anders dar, wenn die Zusammenarbeit mehrerer Maschinen in einer Flotte möglichst effizient gestaltet werden soll. Meistens tritt dieser Fall während der Mais- oder Getreideernte auf. Bedingt durch gesetzliche Auflagen, wie z. B. der neuen Düngeverordnung, ist aber auch in der organischen Düngung ein Trend zur Ausbringung mit einer Maschinenflotte, bestehend aus Zubring- und Ausbringfahrzeugen, erkennbar.