Die begründete Daten-Angst. Und was wir tun können.

Die begründete Daten-Angst. Und was wir tun können.

Die Sorge vor völliger Transparenz und dem gläsernen Ich ist das vermeintlich größte Hemmnis der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Und das nicht ohne Grund. Wohin gehen die Entwicklungen, wenn man sich jedem Trend anschließt, gedankenlos alles im Netz teilt, liked und die Datenkraken der Welt vollumfänglich in Anspruch nimmt? Der Mehrwert ist zweifelsohne da, wenn Du schon im Vorfeld genau weißt, wie voll es aktuell im Supermarkt ist. Google kennt die aktuelle Kundenanzahl besser als der Supermarkt selbst!
Auch die Vorteile von Daten-Synchronisierungen hat jeder spätestens beim Handywechsel erfahren. Mittlerweile werden die Handyfotos sogar automatisch Themen, Orten oder Personen zugeordnet. Selbst Deine zurückgelegten Reiserouten, die Anzahl der monatlichen Kneipenbesuche und Deine durchschnittliche Schlafdauer sind dank unserer personalisierten Taschenwanze genauestens bekannt. Doch was, wenn man sich der Digitalisierung verweigert und einfach genau so weiter macht wie bisher?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieser Weg weitaus kritischer ist. Mit den Worten des ehemaligen Toyota-CEOs gesprochen: „Nichts zu ändern ist riskanter als die Veränderung selbst“. So waren doch meist die Menschen und Unternehmen erfolgreich, die sich mit neuen Technologien auseinandergesetzt haben aber dabei gezielt, mit Sachverstand und ohne Brechstange, vorgegangen sind. Man denke nur einmal an die Schicksale von Lanz Bulldog oder Nokia, dessen Verweigerung von Fortschritt ihnen die Zukunft gekostet hat. Doch was ist der richtige Weg, wenn man eben NICHT transparent und abhängig werden will?

Wie riskant ist es wirklich, wenn ein privates Unternehmen Einblick in personenbezogene Daten eines bestimmten Bereichs hat? Wäre es überhaupt was Neues? Schließlich hatte der Zahnarzt doch auch vor der Digitalisierung schon alle „Zahndaten“ von uns. Und unser Steuerberater kannte schon immer unsere Finanzlage. Kritisch sind also erst monopolistische Dateninhaber. Man stelle sich vor, alle Daten-Fäden laufen an einer Stelle zusammen und unsere zahnärztlichen Behandlungskosten sind dank Wissen um unsere Steuerdaten individuell an das persönliche Budget angepasst! Das muss nun wirklich nicht sein. Oder die Vernetzung von Fitness-Apps, Bewegungsprofilen und Deiner Krankenversicherung: Für das GANZ persönliche Angebot speziell nur für Dich! Spätestens mit Umsetzung der DSGVO ist das Verbot der Weitergabe personenbezogener Daten im kollektiven Bewusstsein. Davon profitieren die Firmen, die auf einen Datenaustausch nicht angewiesen sind, weil sie selbst über einen umfangreichen Datenpool ihrer Nutzer verfügen, um darauf profitable Geschäftsmodelle aufzubauen.
Doch genau hiergegen kann man als Verbraucher entgegenwirken: Neue Trends mitnehmen ohne Abhängigkeiten entstehen zu lassen und sich effizient gegen die Ausleuchtung schützen. Darüber hinaus hat dieses Vorgehen den Vorteil, sich für jedes Problem auf dem eigenen Betrieb auf den besten Anbieter am Markt verlassen zu können und sich das beruhigende Gefühl der Unabhängigkeit zu wahren. Die Basis dafür sind Konzepte à la Agrirouter, die ihren Kunden die volle Entscheidungshoheit über Umfang und Richtung der Datenströme erlauben.
Wir von exatrek möchten Dich mit diesem Beitrag ermutigen, sich den neuen Trends nicht zu verschließen, aber gleichwohl kritisch und mit Bedacht den Weg in Richtung Smart Farming zu gehen.

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