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Teil 5 – Wiegen und Navigieren mit exatrek

Dieser fünfte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit verschiedenen „Stationen“ bei der Maisernte. Zum einen mit dem Wiegehäuschen, wann kommen die nächsten Fahrzeuge, zum anderen mit der App und wie Du mit dieser zum Feld navigiert werden kannst.

Landwirtschaftliche Betriebe profitieren heutzutage auf unterschiedlichste Weise von der Erfassung verschiedener Daten. Heute stellen wir Dir einen Betrieb vor, der in der landwirtschaftlichen Praxis von dieser Erfassung profitiert – und zwar bei der Maisernte.

Die gesamte Flotte unseres Kundenbetriebes aus dem Ruhrgebiet ist mit einem exatrek T2 Adapter ausgestattet. Die Ernteflotte besteht aus drei Festfahrern, fünf Abfahrern und einem Häcksler. Die Festfahrer und Abfahrer nutzen unterschiedlichste Fahrzeugmarken – Exatrek bringt all diese Maschinen auf einer Plattform zusammen.

Alle für dich relevanten Daten werden automatisch dokumentiert und können anschließend in die Ackerschlagkarteien unserer Partner überführt werden. Dabei ist exatrek voll zum 365Active System kompatibel,  bestehende ActiveBoxen können bei einem Upgrade einfach weiterverwendet werden. Zusätzlich zu 365FarmNet, können deine Daten an den agrirouter gesendet werden, von dort werden die relevanten Daten in die Ackerschlagkartei oder das Abrechnungsprogramm der anderen agrirouter-Partner weitergeleitet. Durch die Kombination der agrirouter-Schnittstelle mit dem T2 und den zugehörigen, fertig konfektionierten Kabelsätzen können selbst ältere Maschinen innerhalb von Minuten an die eigene Ackerschlagkartei angebunden werden!

Fakt ist: Mit exatrek optimierst Du deine Maisernte! By the Way nicht nur die Maisernte sondern auch die Getreideernte und die Düngerausbringung können optimiert werden. Für mehr Informationen dazu schau dir unser Oktober Update 2020 an.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Dokumentation Wiegevorgänge:
    Der Kunde besitzt eine Biogasanlage auf dem Hof, zu der ein Wiegehäuschen gehört. Viele Lieferanten liefern Material, dabei ist es essentiell, dass die eingehenden Fahrzeugfuhren verwogen werden um entsprechende Lieferscheine für die Lieferanten zu generieren. Der Mitarbeiter, der für die Wiegungen zuständig ist weiß natürlich nicht, wann das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt. Hierfür ist das Fahrzeugtracking mit exatrek die Lösung! Der Mitarbeiter kann alle Standorte und Fahrspuren einsehen. Dadurch weiß er, wie lange er Zeit hat bis das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt und er kann die Zeit ggf. anders sinnvoll nutzen. Zusätzlich weiß der Mitarbeiter genau welches Fahrzeug ankommt.

  2. Navigation zu Feldern:
    Auf dem Schlepper gibt es einen ersten Blick in die Mobilversion von exatrek. Ein separates Video zu unserer App folgt. Eine sehr hilfreiche Funktion ist die Navigationsfunktion, wenn der Fahrer eine geringe Ortskenntnis besitzt. Mit Hilfe der App kann ganz einfach geschaut werden auf welchem Schlag sich der Feldhäcksler befindet oder den Schlag selber in der App suchen – drauftippen – Navigation starten. Sofort navigiert die App zum ausgewählten Schlag. Zusätzlich kann in der App ein Kunde ausgewählt werden, das heißt wenn der Fahrer für einen Kunden losfährt, dann kann er selbst wählen ab wann die Zeit für den Kunden läuft und für welchen Kunden die entsprechenden Daten aufgezeichnet werden sollen. Mit der App können die Standorte der anderen Fahrzeuge der Flotte eingesehen werden, z.B. die der anderen Abfahrer. Darüber hinaus können die Schlaggrenzen eingesehen werden. Ganz wichtig: Wenn der Fahrer unterwegs zum gewünschten Schlag ist, kann er ganz genau sehen wo sich der Häcksler befindet und kann direkt die richtige Feldeinfahrt wählen. Zudem werden lange Rangierzeiten durch das Entgegenkommen von vollen oder leeren Fahrzeugen auf schmalen Fahrzeugwegen vermieden.

Die Maisernte ist in vollem Gange. Dank exatrek weißt Du jetzt wie man die Standorte der einzelnen Fahrer und des Häckslers einsieht, hast einen Überblick über die genauen Fahrspuren und weißt genau welches Fahrzeug an der Waage ankommt. Die Arbeitszeit für den Bediener der Waage lässt sich optimal gestalten. Zusätzlich hast Du einen kleinen Einblick in unsere mobile Version bekommen, zu der demnächst noch ein separates Video online kommt.

Im folgenden Beitrag werden wir uns anschauen, wie es aussieht wenn Du mit dem Schlepper losfährst, dabei ISOBUS-Daten aufzeichnest und diese Daten auf die Schläge referenzieren kannst. Das Ziel ― die automatische Dokumentation. Bis zum nächsten Beitrag!

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Teil 3 ― Wienhoff Güllefass mit exatrek Anbaugeräte-Beacon ausstatten

Der dritte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit der Integration eines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung. Die Integration stellen wir anhand eines Wienhoff Güllefasses näher dar. Denn die Schlepperdaten allein sind schön und gut, zusätzlich möchten wir natürlich wissen was für Arbeiten etc. auf den Schlägen durchgeführt wurden. Dies bekommen wir nur hin, indem das System weiß, welches Anbaugerät der Schlepper angehängt hat. Erfasst werden die ISOBUS-Daten, sie werden in ausgewerteter Form im exatrek Webportal zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise werden z.B. die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger, Pflanzenschutzmittel, sowie Aussaatmengen vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert.

Um das Güllefass in die Datenerfassung zu integrieren, benötigst Du einzig und allein einen unserer Bluetooth-Beacon. Damit das Fass dem Beacon digital zugewiesen werden kann, musst Du den Beacon nur noch am Fass befestigen.

Doch was ist eigentlich ein sogenannter Bluetooth-Beacon?

Unter dem Begriff Bluetooth-Beacon versteht sich ein kleiner Bluetooth-Sender, der auf Bluetooth-Technik basiert. Er nutzt Bluetooth Low Energy (BLE) oder die Bluetooth Smart Technologie. Der englische Begriff Beacon bedeutet im Deutschen Funkbake. Im ursprünglichen Sinn handelt es sich um eine mobile oder ortsfeste Funkstelle, die bei der Navigation beispielsweise in der Luftfahrt Verwendung findet. Der Grund, warum Beacons relativ schnell einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurden, war Apple. Das Unternehmen stellte den iBeacon im Jahr 2013 vor und sorgte durch ein Lizenzierungsverfahren für die Markteinführung. Was macht der Beacon den nun genau? Er sendet Funkwellen aus, die zur Identifizierung und zur Ortsbestimmung notwendig sind. Geräte wie Tablets und Smartphones sind in der Lage, die Nachrichten der Beacons zu empfangen und zu verarbeiten.

Mit Hilfe unserer Bluetooth-Beacons kann das T2 Telemetriemodul das Anbaugerät voll automatisch erkennen. So werden nicht nur Maschinenstunden, sondern auch die Nutzung Deines Anbaugerätes auf Deinen Schlägen verzeichnet. Die manuelle Auswahl des Anbaugerätes in der exatrek App oder WebApp entfällt.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Beacon anbringen:
    Unsere Beacons sind mit zwei starken Magneten ausgestattet, dadurch gestaltet sich die Anbringung kinderleicht. Einfach eine Stelle am Anbaugerät suchen, die möglichst weit vorne ist, damit Kontakt zum T2 Modul besteht. Zack den Beacon ans Gerät halten, dann er sollte sich von allein an das Anbaugerät heften ― fertig ist die Montage.

  2. Anbaugerät im Webportal anlegen:
    Nun musst Du den Beacon noch digital mit dem Fass koppeln. Öffne dafür das Webportal, in der Hauptübersicht klickst Du den Menüpunkt „Anbaugeräte/Anhänger“ an. Wähle danach oben rechts den + Button um ein Anbaugerät hinzuzufügen. Nun öffnet sich ein neues Fenster, in diesem Fenster kannst Du verschiedene Angaben machen. In unserem Beispiel tragen wir bei der Geräteklasse die Gülle & Dungtechnik ein. Es gibt natürlich noch weitere Auswahlmöglichkeiten, wie z.B. Pressen, Bodenbearbeitungsgeräte und Beregnungstechnik. Gib danach den Gerätetypen an, hier ist dies ein Güllewagen. Zusätzlich Gerätetyp 2, dieser definiert den Typ nochmal etwas genauer, hier ein Schleppschuhverteiler. Dann den gewünschten Namen, den Hersteller, das Modell und das Baujahr eintragen. Besonders wichtig die Angabe der Arbeitsbreite, denn diese dient dir zur Berechnung der Flächenleistung und zur Berechnung der bearbeiteten Flächen. Zusätzlich kann die Transportkapazität angeben werden und ein Kostensatz hinterlegt werden. Die Abrechnungseinheiten 1 – 4 können zunächst ausgelassen werden. Diese kannst Du dann ausfüllen, wenn die ersten Daten erfasst wurden und Du genau weißt, wie die Auswertung aussehen soll. Ist alles eingetragen ― klicke speichern. Daraufhin sollte das Fass sofort in deiner Anbaugeräteliste erscheinen.     

  3. Anbaugerät mit Beacon koppeln:
    Befindet sich das Anbaugerät in der Anbaugeräteliste, musst Du nur noch rechts auf die drei Punkte klicken, dann öffnen sich neue Auswahlsymbole. Zum Koppeln wird das Symbol in der Mitte benötigt, dies ist ein kleines Linksymbol. Nun wählst Du den Beacon aus, den du vorher an dem Fass befestigt hast. Nur noch speichern klicken und fertig ist die Integration deines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung.

Nun ist der Beacon montiert, das Fass angelegt und das Ganze digital verknüpft. Dein Anbaugerät kann jetzt vollautomatisch von dem T2 Telemetriemodul erkannt und dessen  Nutzung aufgezeichnet werden.

Im nächsten Beitrag schauen wir uns an, wie Du Schlaggrenzen importieren und Orte erstellen kannst. Dies ist besonders wichtig um den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen zu können. Zusätzlich geht es darum, wie Du individuelle Schlaggrenzen einzeichnen kannst. Bis zum nächsten Beitrag!

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Teil 2 ― John Deere 6150R mit exatrek T2 ausstatten

Hast du die Anmeldung erfolgreich beendet? Dann geht es hier mit dem zweiten Teil unserer Reihe weiter. Dieser Teil beschäftigt sich mit der Integration eines Schleppers in die automatische Datenerfassung, am Beispiel des John Deere 6150R. Unsere Hilfsmittel hierfür sind ein T2 Telemetriemodul, welches uns die Daten unserer Maschine liefert, und ein Anschlusskabel passend zu dem jeweiligen Schlepper. Ziel des Ganzen ― deinen manuellen Dokumentationsaufwand möglichst gering zu halten.

Doch was ist eigentlich mit automatischer Datenerfassung gemeint und welche Vorteile hat diese für dich?

Meist stammen Schlepper und Anbaugeräte auf einem Betrieb von verschiedenen Herstellern. Zunehmend wird die elektronische Steuerung von Anbaugeräten genutzt und ist durch Isobus standardisiert verfügbar. Die Nutzung der automatischen Datenerfassung, der Übertragung und Speicherung von Informationen von betriebsinternen Abläufen auf dem Betriebsrechner, ist vielversprechend. Solche Systeme vereinfachen den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Landwirtschaft und ermöglichen es beispielsweise, einmal erhobene Daten an verschiedenen Stellen weiterzuleiten. Außerdem sollen solche Systeme, über die Auswertung der erhobenen Daten, den Landwirten als Entscheidungshilfe dienen.

Du bekommst ziemlich einfach eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung sowie Arbeitsstunden der Personen. Darüber hinaus können auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt werden. Die erfassten Daten können dann unkompliziert in die Ackerschlagkarteien verschiedener Partner, wie agrirouter und 365farment, übertragen werden.

Fakt ist: In der modernen Pflanzenproduktion sind Maschinen- und Energiekosten einer der größten Kostenblöcke. Um diese zu optimieren, sei es in ökonomischer oder ökologischer Hinsicht, muss zunächst der Ist-Zustand erfasst werden. Anschließend können auf dieser Basis Optimierungen durchgeführt werden. exatrek gibt dir ein Werkzeug an die Hand, um Kosten oder den Energiebedarf zielgerichtet zu erfassen und einzelne Maßnahmen schlaggenau zuordnen zu können.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Adapter anschließen:
    Du fängst damit an, indem Du den Stecker des mitgelieferten Kabels in die Diagnoseschnittstellen-Steckdose, in der Schlepperkabine, einsteckst. Die Datenübertragung erfolgt hauptsächlich über ISOBUS, trotzdem wird diese Steckdose genutzt, damit der ISOBUS InCab frei bleibt für z.B. ein Spritzterminal.  Das Kabelende schraubst Du daraufhin ganz einfach an den T2 Adapter. Nun ist wichtig, dass Du dir vor dem befestigen des Adapters die Seriennummer merkst, in unserem Beispiel ist dies die 2416. Diese wird später benötigt, um das Modul mit dem Schlepper verbinden zu können. Hast Du dir die Nummer aufgeschrieben oder gemerkt, kannst Du die Folie auf den beiliegenden Klebepads entfernen und den Adapter an einer Stelle im Schlepper befestigen wo er dich nicht stört.

  2. Schlepper im Webportal anlegen:
    Hast Du den T2 Adapter erfolgreich befestigt, folgt die Anlage deines Schleppers im Webportal. Öffne dafür unser Webportal und melde dich an. Nun klickst Du links auf den Menüpunkt „Fahrzeuge“. Wenn bereits Fahrzeuge in deiner Datenbank eingepflegt sind werden sie dir hier angezeigt. Nun musst Du rechts den runden „+ Button“ betätigen, dieser steht für das Hinzufügen eines neuen Fahrzeuges. Daraufhin sollte sich bei dir ein neues Fenster öffnen. In dieses Fenster trägst Du deinen Fahrzeugtypen ein, in diesem Fall ein Traktor, dann einen beliebigen Namen, die Farbe, den Hersteller, das Modell, das Baujahr und du kannst einen Kostensatz hinterlegen. Dies ist wichtig, falls du später die Kosten verfolgen möchtest. Hast Du alles ausgefüllt, klickst Du auf bestätigen und der Schlepper ist im Webportal angelegt.

  3. Schlepper mit Adapter koppeln:
    Den Schlepper findest Du jetzt in der Fahrzeugliste. Um den Schlepper mit dem Adapter zu koppeln klickst du das Link-Symbol rechts in der Liste an. Es öffnet sich ein neues Fenster, dieses Fenster zeigt eine Liste der Module die deinem Betrieb zugeordnet sind. Nun musst du die Nummer des Adapters auswählen, die du dir zuvor gemerkt hast, in unserem Falle die 2416. Dann klickst du auf speichern. Der Schlepper sollte jetzt mit dem Adapter verbunden sein. Überprüfe dies am besten direkt, indem du die Zündung deines Schleppers einschaltest. Ist dein Schlepper online? Dies kannst Du herausfinden, indem Du links auf die Übersicht klickst. Zusätzlich wird sofort, wenn der Schlepper online ist, seine Position erkannt. Möchtest Du mehr Details deines Schleppers untersuchen, dann klicke links in der Liste auf deinen gewünschten Schlepper.  Du kannst in der Detailansicht, z.B. Maschinenstatus und den Tankfüllstand, einsehen.

Der Schlepper ist jetzt mit einem exatrek T2 Telemetriemodul ausgestattet, er ist im Webportal angelegt und das Modul ist dem Schlepper zugewiesen. Der Schlepper ist online gekommen, du kannst die Daten des Schleppers, Dieselverbrauch, Tankfüllstand und Position einsehen? Dann hast Du alles richtig gemacht! Die Installation ist an dieser Stelle abgeschlossen, Du kannst jetzt Daten erfassen, die automatische Dokumentation beginnt und Du kannst nach dem Ersteinsatz die Daten auswerten.

Im darauffolgenden Beitrag geht es mit der Integration des Anbaugerätes, dem Wienhoff Güllefass, in die automatische Datenerfassung weiter. Bis zum nächsten Beitrag!

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5 Smart Farming Start-ups, die Deinen Betrieb mit ihren Ideen in die Zukunft katapultieren

Oder: Wie kleine Alltagshelfer die Effizienz Deines Betriebes steigern

Säen, ernten, füttern, melken – Landwirtschaft läuft nur auf den ersten Blick heute noch so ab wie vor 100 Jahren. Digitale Techniken bestimmen mehr und mehr den Alltag der Landwirte. Dabei geht es neben mehr Effizienz im Betrieb auch um eine geringere Umweltbelastung und bessere Haltungsbedingungen für Tiere.

Mit der Landwirtschaft befindet sich aktuell einer der größten Wirtschaftszweige mitten in der digitalen Revolution und von diesem digitalen Wandel profitieren wir alle. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten Start-ups, die sich mit erkrankten Pflanzen befassen, Dokumentations- und Fütterungsprozesse optimieren, neue Wege der Direktvermarkung finden, die Nachhaltigkeit fördern und – ihre Innovationen sind alle digital.

Heute stelle ich Euch 5 interessante Smart Farming Start-ups vor, die dazu verhelfen auf den Zug der Digitalisierung aufzuspringen und die Effizienz Deines Betriebes zu steigern.

Ag.supply – Der Agrar Lieferant

Dank ag.supply musst du nicht länger Betriebsmittel für deinen Landwirtschaftsbetrieb aus unterschiedlichen Quellen beziehen. Hier kannst Du alles auf einen Schlag, ganz leicht online, erwerben.  Die Produktpalette besteht aus 3 Millionen Artikeln, aufgeteilt in die unterschiedlichsten Kategorien, diese Kategorien teilen sich auf in z.B. Ersatzteile, Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Tierzucht. Durch ag.supply kannst Du deinen Einkauf einfach, sicher und ohne langes Suchen erledigen. Das Ziel ist es, dass Du beim Einkaufen Zeit, Geld und Nerven sparst.

Peat Digitaler Pflanzendoktor

Das Start-up hat eine Software entwickelt, die anhand eines Fotos, Pflanzenschäden in Deinem Bestand automatisch analysieren kann. Zurzeit können mit Peat über 40 unterschiedliche Pflanzenkrankheiten, Insektenschäden und Nährstoffmängel mit einer Genauigkeit von über 90% bestimmt werden. Dadurch lassen sich Ernteverluste minimieren und der Einsatz von präventiven Pflanzenschutzmitteln kann reduziert werden. Der Clou: mit jedem neuen Foto lernt die Software dazu. Zusätzlich ist jedes Foto georeferenziert, sodass sich noch nie da gewesene Zusammenhänge zwischen Klima, Wetter und Pflanzenschäden in Geostatistiken ausdrücken lassen. In Zukunft soll die Peat-API zur Bilderkennung auch für Agrar-Drohnen und Agrar-Roboter verfügbar sein.

Fodjan – Mobiler Fütterungsassistent

Der digitale Assistent für die Fütterung – fodjan smart feeding. Die fodjan Plattform bringt Fütterungsberater, Landwirte und Technik an einem Ort zusammen und fördert ihre Zusammenarbeit – bequem am Laptop oder per App. Vernetzt werden die Daten vom Futtermittel über die Ration und Fütterung bis in die Leistungsdaten.  Warum das Ganze? Um deine Erfahrung im Bereich der Fütterung bestmöglich zu ergänzen und deinen Alltag zu erleichtern.

Dropnostix Automatische Gesundheitsdiagnose

Die Gründer haben einen Sensor entwickelt, der den Gesundheitszustand der Milchkuh anhand von drei Parametern permanent überwacht: Temperatur, Verdauungs- und Bewegungsaktivitäten. Der 10 cm große Sensor liegt im Pansen der Kuh. Dieser Sensor soll Dir hauptsächlich helfen, den Gesundheitszustand deiner Herde zu überwachen und Brunst sowie Fütterung zu managen. Eingesetzt werden sollte der Sensor bei möglichst jeder Kuh in Deiner Herde. Das fängt bestenfalls bei einer Erstkalbin an, die gerade in die Milchproduktion startet, damit die Kuh möglichst in ihrer kompletten Milchgebe-Laufbahn beobachtet werden kann. Der Sensor misst die Parameter, speichert sie zwischen und funkt sie an eine Empfängerstation im Stall. Eine zentrale Basisstation sendet die Daten dann an eine Cloud. Die von dropnostix entwickelte Software analysiert die Daten – sobald Auffälligkeiten auftreten schlägt sie Alarm. Derzeit werden die Alarmmeldungen per E-Mail gesendet oder in der App angezeigt. Die wichtigsten Daten werden auf einer für Milchviehhalter bekannten Nutzeroberfläche abgebildet. Dadurch wird Dein Arbeitsalltag zusätzlich vereinfacht. Das Ziel der Gründer sind glückliche Kühe, faire Preise und gesunde Milch.

Exatrek – Vollautomatische Datenerfassung

Ist die Smart Farming Lösung um Dein Papierchaos im Büro zu beseitigen. All Deine Maschinen sind auf einer Plattform vereint und zwar Hersteller- und Markenunabhängig. Das exatrek System liefert Dir vollautomatisch alle Informationen, die du benötigst: Maschinenstandorte, Arbeits-, Warte-, und Leerlaufzeiten, sowie den Kraftstoffverbrauch Deiner Schlepper auf dem Feld. So behältst Du in allen Bereichen den Überblick. Mit der Hilfe des T2 Telemetriemoduls kannst Du die wichtigen Maschinendaten, wie z.B. Fahrgeschwindigkeit, Schlupf oder Arbeitstiefe ermitteln. Mit den optional verfügbaren ISOBUS-Funktionen können zugleich die Daten von kompatiblen Anbaugeräten mit dokumentiert werden. Auf Basis dieser automatisch dokumentierten Daten, die in der exatrek App und WebApp einzusehen sind, kann dann ganz einfach die Arbeitszeitanalyse erfolgen. Du erhält so, ohne manuellen Dokumentationsaufwand, eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung, sowie Arbeitsstunden der Personen. Darüber hinaus werden auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt. Die erfassten Daten können ganz unkompliziert in die Ackerschlagkarteien von Agrirouter und 365FarmNet übertragen werden.

Wir von exatrek möchten Dich mit diesem Beitrag anregen, dich den neuen Trends der landwirtschaftlichen Digitalisierung offen gegenüber zu stellen, neue Innovationen auszuprobieren und zu unterstützen. Durch diese Offenheit für neuartige Systeme und Ideen kannst Du den digitalen Wandel mit vorantreiben und als zusätzlichen positiven Nebeneffekt Deinen Betrieb natürlich noch effizienter gestalten.

Für alle, die sich weiter in das Thema Betriebsoptimierung einlesen möchten, empfehle ich unseren Beitrag zum Thema: „5 Features, die Dir dabei helfen die Vorgänge auf Deinem Betrieb zu optimieren

 

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Vergleichsfahrt mit exatrek: JCB 8336 vs. Unimog U430 vs. Fendt 828

In kaum einer Branche werden Maschinen so vielfältig eingesetzt wie in der Landwirtschaft. Ein Paradebeispiel ist hier der Ackerschlepper: Ausgestattet mit mehreren Anbauräumen und mechanischen, hydraulischen und elektrischen Schnittstellen, um komplexe Anbaugeräte anzutreiben. Mit großen Reifen für bodenschonendes Arbeiten auf dem Acker werden gleichzeitig Transportgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h auf der Straße erreicht. Das Konzept ist seit Jahrzehnten bewährt, kein Landwirt kommt ohne den klassischen Ackerschlepper aus.

Trotzdem gibt es seit Jahren Alternativen zu diesem Konzept. Auch wenn Bauarten wie das Trac-Konzept oder der Unimog nie die Stückzahlen der Standardschlepper erreichen konnten, haben diese Fahrzeuge eine treue Fangemeinde, die auf die konzeptionellen Vorteile wie höhere Transportgeschwindigkeiten oder zusätzliche Anbauräume nicht verzichten wollen. Kein Wunder, dass in Fachzeitschriften regelmäßig Vergleichstests der verschiedenen Fahrzeugkonzepte zu finden sind. Der Konsens: Die Fahrzeugkonzepte haben Ihre Vorteile, wenn die Einsatzbedingungen auf dem Betrieb zum Fahrzeug passen.

Doch wie sehen die „richtigen“ Einsatzbedingungen aus? Der eigene Betrieb entspricht selten dem Betrieb aus dem Fahrzeugprospekt oder dem Zeitschriftentest. Die entscheidende Frage ist doch:

Wie schlägt sich das Fahrzeug unter den Einsatzbedingungen auf meinem Betrieb?

Diese Fragestellung hat auch einen Lohnunternehmer aus Norddeutschland beschäftigt. Ausgestattet mit einem bunten Fuhrpark aus Traktoren, LKW, Baggern und Spezialmaschinen für den Wegebau sind bei Ihm, neben den üblichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie der Grünfutterbergung, auch Baggerarbeiten auf weiter entfernten Baustellen zu erledigen. Aufgrund der teilweise größeren Transportentfernungen und des Einsatzes auf dem Bau, im Kommunalbereich und der Landwirtschaft werden die meisten Tätigkeiten aktuell mit mehreren JCB Fasttracs durchgeführt.

Durch den steigenden Anteil an Transportarbeiten, insbesondere bei den Baggereinsätzen, entsteht hier ein neues Aufgabenfeld. Die Frage die sich stellt: welches Fahrzeugkonzept ist für diesen Einsatz das Richtige?

Um diese Frage für das Einsatzszenario „Baggertransport“ zu beantworten wurde eine Vergleichsfahrt durchgeführt. Kandidaten für den Test waren der JCB 8336 des Unternehmers, ein Unimog U430 und ein Fendt 828 Vario. Alle Fahrzeuge liegen in etwa in der 300 PS Klasse, wurden von demselben Fahrer bedient, und hatten dieselbe Last, einen Tieflader mit einem Bagger, zu ziehen. Das Streckenprofil wurde so gewählt, dass es dem typischen Einsatz des Unternehmers entspricht: ein Rundkurs von 40km Länge mit 180 Metern Höhenunterschied, der zum großen Teil über Landstraßen führt. Ein Teil der Strecke führte durch eine urbane Gegend mit mehreren Kreuzungen und Ampelstops.

Für die Dokumentation der gefahrenen Strecke, den Zeiten und des Kraftstoffverbrauchs wurde auf den Fahrzeugen wurde je ein exatrek T2 Telemetriemodul installiert. Durch die verschiedenen verfügbaren Kabelsätze für Unimog, JCB und Fendt war die Installation innerhalb von Minuten erledigt. Mit den Telemetriemodulen sind die Fahrten sicher und nachvollziehbar dokumentiert. Bevor die Fahrzeuge an den Start gingen, wurde jedes noch einmal vollgetankt und gewogen.

Tabelle: Gewicht bei Leerfahrt und Lastfahrt incl. vollem Dieseltank und Fahrer

Anschließend wurde je eine Leerfahrt ohne Anhänger und eine Lastfahrt mit Anhänger durchgeführt. Auf dem Bild ist der gefahrene Rundkurs dargestellt. Die Strecke von 40km führte über Bundesstraßen, Land- und Kreisstraßen sowie Ortsdurchfahrten.

Nachdem das letzte Fahrzeug seine Tour absolviert hatte, ging es an die Auswertung. Mithilfe der Job-Splitting Funktion in der exatrek WebApp wurden die Messstrecke aus der aufgezeichneten Fahrspur extrahiert. So ist gewährleistet, dass alle berechneten Summen exakt dem Zeitraum der Messung zu Grunde liegen. Danach stehen die Ergebnisse sofort zur Verfügung:

Es ist sofort ersichtlich, dass der JCB und der Unimog durch ihre bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit eine kürzere Transportzeit umsetzen. Gegenüber dem Fendt erreicht der Unimog bei diesem Einsatz im Schnitt über Leer- und Lastfahrt eine rund 13 % höhere Transportgeschwindigkeit. Der JCB liegt knapp 9 % über den Werten des Fendt. Das passt zu den jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten der Fahrzeuge: Der Fendt 828 hat eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, der JCB 8336 von70 km/h und der Unimog von 80 km/h.

Vergleicht man die Kraftstoffverbräuche fällt auf, dass der Unimog trotz der höchsten Transportgeschwindigkeit am wenigsten Kraftstoff verbraucht hat. Gegenüber dem Fendt rund 16,5 % weniger Kraftstoff. Gegenüber dem JCB sogar 31,4 % weniger.

Wie ich in meinem Blogbeitrag zum Thema Effizienz von Feld- und Transportarbeiten  vom 15.08.2018 schon diskutiert habe, interessiert den Unternehmer natürlich eher die Transporteffizienz als die absoluten Verbrauchsmengen. Im Transportgewerbe ist die Einheit l/100tkm der übliche Vergleichswert. Das heißt der verbrauchte Kraftstoff auf die Last, den Anhänger mit Bagger, referenziert. In unserem Versuch hat der JCB eine Transporteffizienz von 2,63 l/100tkm, der Unimog hat 1,94 l/100tkm, der Fendt 2,23 l/100tkm. Bezogen auf den JCB ist der Fendt also 15,2 % effizienter, der Unimog 26,2%.

Die Ergebnisse des Vergleichs sind für uns überraschend ausgefallen. Beim Einsatzszenario „Baggertransport“ kann der Unimog gegenüber dem Standardschlepper eine um 13 % höhere Transportgeschwindigkeit umsetzen. Hier hätten wir aufgrund der rund 30 km/h höheren Endgeschwindigkeit mit mehr gerechnet. Auf der anderen Seite läuft der Unimog mit den vergleichsweise kleinen Reifen und dem Schaltgetriebe wesentlich sparsamer als erwartet.

Zur Sicherheit haben wir die ermittelten Verbrauchsdaten nach dem Versuch mit den im Fahrzeugdisplay angezeigten Verbrauchswerten verglichen. Bei allen Fahrzeugen entsprachen die durch exatrek ermittelten Werte denen der internen Verbrauchsmessung.

Fazit 

Nie war es einfacher einen schnellen und doch gut nachvollziehbaren Einsatzvergleich zwischen unterschiedlichen Fahrzeugen zu ziehen. Innerhalb von 5 Minuten sind die notwendigen Telemetriemodule installiert, dann kann es losgehen. Nach den Fahrten sind die interessanten Kennzahlen sofort im exatrek Webportal verfügbar. Trotzdem gilt: Wir haben hier nur einen Ausschnitt aus dem realen Ganzjahreseinsatz, den Baggertransport, betrachtet. Um genauere Ergebnisse zu erzielen, sollten die Fahrzeuge dauerhaft mit Telemetriemodulen ausgestattet werden. Nur so werden über die Einsatzdauer immer genauere Kennzahlen zu Leistung und Kosten für jedes einzelne Fahrzeug in der jeweiligen Flotte ermittelt. Kommt dann eine Vorführmaschine auf den Hof, ist sofort ersichtlich, bei welchen Einsatzbedingungen diese getestet werden muss.

Wenn Du Fragen zum Einsatz von exatrek für den Maschinenvergleich hast oder gerne selbst mal einen solchen Test durchführen möchtest schreib uns einfach unter info@exatrek.de!

Wartende Schlepper im Leerlauf
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Wie Du unproduktive Leerlaufzeiten verhinderst und damit Deine Kosten senkst

Die Maisernte läuft auf Hochtouren. Und trotz bester Vorbereitung und Planung kann es zu Stillstandzeiten im Ablauf kommen, in denen sich unweigerlich die Transportgespanne aufreihen. Die Fahrer helfen entweder mit, die Erntekette wieder ans Laufen zu bringen oder müssen einfach abwarten. Was haben in dieser Situation fast alle Schlepper, egal welcher Farbe, gemeinsam? Die Motoren brummen ungenutzt im Leerlauf vor sich hin. Bei Drehzahlen um die 800 Umdrehungen pro Minute konsumiert jeder von ihnen zwei bis drei Liter Diesel in der Stunde.  Nicht die Welt, in Anbetracht der Dieselmenge, die in einer Häcksel-Saison in Summe verfeuert wird. Die Kosten allerdings, die der Schlepperfahrer nicht unbedingt im Auge hat, summieren sich mit jeder Minute unweigerlich auf. Zum Beispiel die des Mietschleppers der nach Betriebsstunden mit dem Landmaschinenhandel abgerechnet wird.