Allgemein

Einsatzdokumentation für die Gewässerunterhaltung mit exatrek PC-Anwendung und Smartphone-App

Der Umwelt- und Artenschutz nimmt in der Gewässerunterhaltung einen immer breiteren Raum ein. Neben der Einsatzplanung der erforderlichen Pflegemaßnahmen bekommt die Dokumentation der Arbeitseinsätze an den Gewässern immer mehr Bedeutung.  Seit etwas mehr als 3 Jahren bietet das junge Unternehmen „exatrek“ erfolgreich ein Einsatzdatenmanagmentsystem für die Agrarwirtschaft an. Jetzt wurde das System auf die speziellen Anforderungen der Gewässerunterhaltung erweitert. Mit dem modularen exatrek-System kann, für jeden Einsatzfall die optimale Dokumentationslösung gewählt werden. Zentrales Element im Büro ist die exatrek WebApp. Hier werden die Arbeitsmaschinen und Anbaugeräte verwaltet. Die zu unterhaltenden Gewässer und Flächen können in das exatrek- System manuell angelegt oder per Datentransfer übertragen werden. Gewässerabschnitte oder Flächen, die einer besonderen Beobachtung bei den Maßnahmen unterliegen, können speziell gekennzeichnet werden. Um die Abrechnung der erledigten Aufgaben zu vereinfachen, werden die einzelnen Flächen oder Gewässerabschnitte Kunden bzw. Abrechnungskonten zugeordnet. Die abgeschlossenen Maßnahmen selber, als auch die entstanden Kosten wie Arbeitszeit, Maschinenkosten, Kraftsoff usw. werden so lückenlos dokumentiert.

Für die Fahrer gibt es die exatrek-Smartphone App. Mit ihrer Hilfe können Aufgaben mit wenigen Klicks gestartet und abgeschlossen werden. Über die Maschinen- und Anbaugeräteauswahl wird festgehalten mit welchem Verfahren die Arbeit erledigt wird. Die Dokumentation auf welchen Flächen die Maschine unterwegs ist erfolgt automatisch.

Diejenigen Betriebe, die Ihre Fahrer von der Dokumentationsaufgabe  entlasten wollen, können auf das exatrek T2 Telemetrie-Modul zurückgreifen. Dieses Modul sammelt die von den Fahrzeugen und Geräten bereitgestellten Daten und führt sie zur automatischen Dokumentation von Arbeitseinsätzen zusammen. Im Büro kann der Einsatzleiter den Standort und den Arbeitsfortschritt der eingesetzten Maschinen mitverfolgen.

Das exatrek-T2 Telemetriemodul wird über die Diagnose-Steckdose in der Fahrzeugkabine mit dem Schlepper verbunden. Je nach Hersteller stehen unterschiedliche Kabelsätze zur Verfügung. Nach wenigen Minuten Installationsaufwand ist das System einsatzbereit. Daten werden herstellerunabhängig erfasst und an die exatrek‑App auf dem Smartphone bzw. ans Webportal gesendet. Zu den aufgezeichneten Daten zählen neben der Einsatzzeit und Einsatzort noch Kraftstoffverbrauch, Transport- bzw. Arbeitsgeschwindigkeit oder die Schaltstellung der Zapfwelle. Selbst der Tankfüllstand wird dem Einsatzleiter in Echtzeit übermittelt. Die aufgenommenen Daten werden gemäß aktuellen Datenschutzvorschriften an einen deutschen Server gesendet, wo sie verschlüsselt berechnet, gespeichert und ausschließlich dem Nutzer wieder zur Verfügung gestellt werden.

Wer das System gern testen möchte, kann sich einen Test-Account anlegen und für die Dauer von 4 Wochen ausgiebig probieren. Die Smartphone-App  steht im Playstore zum kostenlosen Download bereit.  

Weitere Informationen
http://www.exatrek.de

Allgemein

ISOBUS Datenerfassung mit exatrek

exatrek erfasst die ISOBUS-Daten kompatibler Anbaugeräte und stellt sie in ausgewerteter Form im exatrek Webportal zur Verfügung. Auf diese Weise können die Aussaatmengen, sowie die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger und Pflanzenschutzmittel vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert werden. Näheres zur Düngerausbringung findest du in unserem Oktober Update 2020.

Wie die vollautomatische schlagspezifische Dokumentation funktioniert? Ganz einfach! Im Video zeigen wir, wie einfach die Erfassung der ISOBUS-Daten mit exatrek gelingt.

Der John Deere 7430 in unserem Video, der zur Aussaat verwendet wird ist mit einem T2 Adapter ausgestattet. Auf diese Weise wird die Aussaatmenge vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert. Möglich wird dies durch den ISOBUS Task-Controller auf dem T2 Telemetriemodul, der die Daten im Hintergrund – ohne Zutun des Fahrers – von Schlepper und Anbaugerät abfragt. Die aufgezeichneten Daten stehen noch am Tag der Aussaat in der exatrek WebApp in ausgewerteter Form zur Verfügung. Als Arbeitsnachweis kann ein PDF-Report der Maßnahme incl. GPS-Fahrspur erstellt werden. Da die Aussaatmengen  durch die integrierte GNSS Antenne des T2 georeferenziert aufgezeichnet werden, können die Sensorwerte zu Zonenkarten weiterverarbeitet werden. Weiterhin werden Kennzahlen, wie z.B. der Kraftstoffverbrauch, die Betriebsstunden der Maschinen oder die Gesamtkosten der Arbeitseinsätze aufgezeichnet. Auf Basis der Applikationskarten vom ISOBUS Anbaugerät können zudem noch Maschinendaten, wie z.B. Fahrgeschwindigkeit, Schlupf und Arbeitstiefe ermittelt werden. Auf diese Weise entstehen während der Bodenbearbeitung Karten, auf denen sogar kleinste Unterschiede der Bodenstruktur zu erkennen sind. Diese Informationen können im Anschluss z.B. als Basis für ackerbauliche Maßnahmen genutzt werden. 

Was ist eigentlich ISOBUS?

Die Einführung von ISOBUS hat die Agrarbranche revolutioniert und die Verwaltung alltäglicher Aufgaben erleichtert. ISOBUS ist der übliche Name für landtechnische Datenbus-Anwendungen, die konform zu der Norm ISO 11783 („Serial control and communications data network“) sind. Diese Norm definiert die physikalischen Eigenschaften – Strecker und Leitungen, die Art der Teilnehmer, die Datenformate und Schnittstellen des Netzwerkes. ISOBUS standardisiert die Datenkommunikation zwischen Traktor, Anbaugerät und Betriebsmanagement und gewährleistet weltweit den Datenaustausch

Welchen Nutzen bringt mir das ISOBUS-System?

Der größte Vorteil liegt eindeutig in der einfachen Bedienung und Handhabung: Kein Kabelsalat und keine zusätzlichen Bedienboxen in der Kabine, Steuerung der Geräte über den Joystick des Schleppers, auch bei sehr komplizierten Geräten nur zwei oder drei Hydraulikschläuche kuppeln. Zudem erhöht sich durch die freie Sicht in der Schlepperkabine die Sicherheit. Mehrere Funktionen am Gerät können problemlos vom Schleppersitz aus während der Fahrt bedient und verändert werden. Außerdem bietet die moderne Technik die Möglichkeit: Einstellwerte anzuzeigen, zu verändern, zu speichern und wieder aufzurufen. Ein Gerät lässt sich, dank dieser Möglichkeit, viel einfacher optimal einstellen. Hinzukommend spart die Anschaffung von nur einem Terminal immense Kosten. Darüber hinaus steigert ISOBUS, durch den Datenaustausch zwischen Hof-PC und Terminal, die betriebliche Effizienz und optimiert Zeitabläufe.

Das Ergebnis, die Kabine wird zum Bordcomputer für die Steuerung der Maschine und der Arbeitsgeräte, die in Echtzeit Informationen miteinander austauschen können.

Der ISOBUS-Standard ist eine tolle Sache. Ziel – die volle Übersichtlichkeit und eine einwandfreie Dokumentation!

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Einrichtung im Büro

Bevor ISOBUS Daten auf dem T2 Modul erfasst werden können musst Du die ISOBUS Task-Controller Lizenz aktivieren. Diese Lizenz ist eine Zusatzlizenz, diese ist nicht in jedem Account ab Freischaltung mit dabei. Zweitens musst Du den ISOBUS Task-Controller für die betreffende Maschine aktivieren. Für die Freischaltung der Lizenz sprich am besten mit deinem Berater.

Um die Einrichtung durchzuführen musst Du dich zunächst wieder im Webportal einloggen. Du öffnest das Fahrzeugmenü und suchst dir das passende Fahrzeug raus. Hast Du eins gewählt, gehst Du auf die drei Punkte rechts und ein kleines Menü öffnet sich. Dort wählst Du den Stift zum Bearbeiten, nun lassen sich die Fahrzeugeinstellungen verändern. Ganz unten finden sich verschiedene Checkboxen, zum einen „Task-Controller (DataLog) aktiv“, dieser ist kompatibel mit ISOBUS Geräten ab ISOBUS 3.5. Sobald dieser aktiviert ist öffnet sich eine zweite Checkbox, der „Task-Controller Kompatibilitätsmodus“. Dies ist wichtig, wenn die ISOBUS Geräte älter sind oder ISOBUS 3.5 nicht unterstützt wird. Du aktivierst also den Task-Controller (DataLog) und klickst auf speichern. Das Ganze muss vor der Datenerfassung auf dem Gerät durchgeführt werden! Wichtig: Ist die Maschine schon unterwegs, wenn der Task-Controller aktiviert wird, muss der T2 neu gestartet werden, damit die neuen Einstellungen übernommen werden.

  1. Aussäen nach Applikationskarte

Das Ziel der Ausbringung mit ISOBUS nach Applikationskarte – die Optimierung des Betriebsmitteleinsatzes! Der John Deere 7430 ist mit einem an der B-Säule montierten T2 Modul ausgestattet. Auf dem Modul läuft der ISOBUS Task-Controller, der die Daten der Amazone ADP-Super Sämaschine erfasst. Eingestellt ist eine Aussaatstärke von 180kg pro ha. Abhängig von der Position des Schleppers ändert sich die Aussaatstärke auf 176kg pro ha, dies ist auf die Hinterlegung der Applikationskarte zurückzuführen. Zusätzlich kannst Du in der App den Arbeitsfortschritt beobachten.

  1. Zurück im Büro

Ist die Aussaat beendet, kann die Auswertung erfolgen! Wichtig zu wissen, das hochladen der Daten in das exatrek Webportal erfolgt ca. 20 Minuten nachdem der Schlepper abgeschaltet wurde. Die Auswertung startest Du, indem Du den Menüpunkt Aktivitäten anklickst. Danach suchst Du dir die Maßnahme aus die du auswerten möchtest, in der Karte sind nun die Fahrspuren zu sehen. Zusätzlich lassen sich Zusatzwerte, wie den Sollwert Ausbringmenge, den Istwert Ausbringmenge und den Istwert Drehzahl einsehen. In unserem Fall passen der Soll- und Istwert ziemlich genau überein. Der Sollwert stammt aus der Applikationskarte und wurde nicht vor Ort ins Terminal eingegeben.

Um nun die Verteilung des Saatguts in der Fläche zu sehen musst du den Schlag unter dem Menüpunkt Felder öffnen und den gewünschten Schlag auswählen. Sofort sind die verschiedenen Maßnahmen, die auf dem gewählten Schlag durchgeführt wurden zu sehen. Damit Du die räumliche Verteilung der Maßnahme einsehen kannst, musst Du auf Interpolation klicken und die gewünschte Maßnahme auswählen. Nun kannst Du den Sollwert oder den Istwert der Ausbringmenge auf die Karte interpolieren. Das Ergebnis: Eine Zonenkarte. Du kannst die Werte nun ganz leicht bewerten und vergleichen.

Jetzt solltest Du wissen, wie die Daten einer ISOBUS Maschine, von der Erfassung auf der Maschine bis ins Webportal nachverfolgt werden können. Wir haben den Task-Controller auf dem T2 installiert, haben die Maschinen bei der Aussaat beobachtet und anschließend im Portal die Summenwerte der Aussaatstärke eingesehen. Zusätzlich haben wir uns die räumliche Verteilung der Aussaatstärke angeschaut. Mit exatrek kannst Du also ganz einfach den kompletten Datenfluss, von der Applikationskarte bis hin zur Karte der Ausbringmenge, darstellen.

Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur mit einer Sämaschine sondern auch mit allen anderen ISOBUS Geräten, das heißt es können z.B. auch Ballen gezählt werden und Nährstoffmengen von Güllefässern mit NIRS-Sensor dokumentiert werden. Wichtig: Das Ganze geht ohne Zutun des Fahrers! Sichere Dokumentation! Unabhängig vom Fahrer!

Im nächsten Beitrag werden wir uns den Nutzen der exatrek App beim Mais dreschen näher anschauen. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

Teil 5 – Wiegen und Navigieren mit exatrek

Dieser fünfte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit verschiedenen „Stationen“ bei der Maisernte. Zum einen mit dem Wiegehäuschen, wann kommen die nächsten Fahrzeuge, zum anderen mit der App und wie Du mit dieser zum Feld navigiert werden kannst.

Landwirtschaftliche Betriebe profitieren heutzutage auf unterschiedlichste Weise von der Erfassung verschiedener Daten. Heute stellen wir Dir einen Betrieb vor, der in der landwirtschaftlichen Praxis von dieser Erfassung profitiert – und zwar bei der Maisernte.

Die gesamte Flotte unseres Kundenbetriebes aus dem Ruhrgebiet ist mit einem exatrek T2 Adapter ausgestattet. Die Ernteflotte besteht aus drei Festfahrern, fünf Abfahrern und einem Häcksler. Die Festfahrer und Abfahrer nutzen unterschiedlichste Fahrzeugmarken – Exatrek bringt all diese Maschinen auf einer Plattform zusammen.

Alle für dich relevanten Daten werden automatisch dokumentiert und können anschließend in die Ackerschlagkarteien unserer Partner überführt werden. Dabei ist exatrek voll zum 365Active System kompatibel,  bestehende ActiveBoxen können bei einem Upgrade einfach weiterverwendet werden. Zusätzlich zu 365FarmNet, können deine Daten an den agrirouter gesendet werden, von dort werden die relevanten Daten in die Ackerschlagkartei oder das Abrechnungsprogramm der anderen agrirouter-Partner weitergeleitet. Durch die Kombination der agrirouter-Schnittstelle mit dem T2 und den zugehörigen, fertig konfektionierten Kabelsätzen können selbst ältere Maschinen innerhalb von Minuten an die eigene Ackerschlagkartei angebunden werden!

Fakt ist: Mit exatrek optimierst Du deine Maisernte! By the Way nicht nur die Maisernte sondern auch die Getreideernte und die Düngerausbringung können optimiert werden. Für mehr Informationen dazu schau dir unser Oktober Update 2020 an.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Dokumentation Wiegevorgänge:
    Der Kunde besitzt eine Biogasanlage auf dem Hof, zu der ein Wiegehäuschen gehört. Viele Lieferanten liefern Material, dabei ist es essentiell, dass die eingehenden Fahrzeugfuhren verwogen werden um entsprechende Lieferscheine für die Lieferanten zu generieren. Der Mitarbeiter, der für die Wiegungen zuständig ist weiß natürlich nicht, wann das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt. Hierfür ist das Fahrzeugtracking mit exatrek die Lösung! Der Mitarbeiter kann alle Standorte und Fahrspuren einsehen. Dadurch weiß er, wie lange er Zeit hat bis das nächste Fahrzeug bei der Waage ankommt und er kann die Zeit ggf. anders sinnvoll nutzen. Zusätzlich weiß der Mitarbeiter genau welches Fahrzeug ankommt.

  2. Navigation zu Feldern:
    Auf dem Schlepper gibt es einen ersten Blick in die Mobilversion von exatrek. Ein separates Video zu unserer App folgt. Eine sehr hilfreiche Funktion ist die Navigationsfunktion, wenn der Fahrer eine geringe Ortskenntnis besitzt. Mit Hilfe der App kann ganz einfach geschaut werden auf welchem Schlag sich der Feldhäcksler befindet oder den Schlag selber in der App suchen – drauftippen – Navigation starten. Sofort navigiert die App zum ausgewählten Schlag. Zusätzlich kann in der App ein Kunde ausgewählt werden, das heißt wenn der Fahrer für einen Kunden losfährt, dann kann er selbst wählen ab wann die Zeit für den Kunden läuft und für welchen Kunden die entsprechenden Daten aufgezeichnet werden sollen. Mit der App können die Standorte der anderen Fahrzeuge der Flotte eingesehen werden, z.B. die der anderen Abfahrer. Darüber hinaus können die Schlaggrenzen eingesehen werden. Ganz wichtig: Wenn der Fahrer unterwegs zum gewünschten Schlag ist, kann er ganz genau sehen wo sich der Häcksler befindet und kann direkt die richtige Feldeinfahrt wählen. Zudem werden lange Rangierzeiten durch das Entgegenkommen von vollen oder leeren Fahrzeugen auf schmalen Fahrzeugwegen vermieden.

Die Maisernte ist in vollem Gange. Dank exatrek weißt Du jetzt wie man die Standorte der einzelnen Fahrer und des Häckslers einsieht, hast einen Überblick über die genauen Fahrspuren und weißt genau welches Fahrzeug an der Waage ankommt. Die Arbeitszeit für den Bediener der Waage lässt sich optimal gestalten. Zusätzlich hast Du einen kleinen Einblick in unsere mobile Version bekommen, zu der demnächst noch ein separates Video online kommt.

Im folgenden Beitrag werden wir uns anschauen, wie es aussieht wenn Du mit dem Schlepper losfährst, dabei ISOBUS-Daten aufzeichnest und diese Daten auf die Schläge referenzieren kannst. Das Ziel ― die automatische Dokumentation. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

Oktober Update 2020 – exatrek im Praxiseinsatz

Landwirtschaftliche Betriebe profitieren heutzutage auf unterschiedlichste Weise von der Erfassung der ISOBUS-Daten. Heute stellen wir Dir zwei Betriebe vor, die in der Praxis von dieser Erfassung profitieren – und zwar bei der Düngerausbringung und bei der Getreideernte. Außerdem feiern wir den europaweiten Einsatz des T2 Adapters – EXA goes international!

ISOBUS-Daten
exatrek erfasst die ISOBUS-Daten kompatibler Anbaugeräte und stellt sie in ausgewerteter Form im exatrek Webportal zur Verfügung. Auf diese Weise werden die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger, Pflanzenschutzmittel, sowie Aussaatmengen vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert. Wie das in zwei konkreten Fällen die Arbeit erleichtert, stellen wir im Folgenden anhand zweier Kundenbetriebe vor:

Praxiseinsatz Düngerausbringung
Zu unseren Kunden zählt unter anderem ein Großbetrieb mit dem Schwerpunkt Ackerbau, sowie einer Biogasanlage in Norddeutschland, der vor einiger Zeit in ein neues Kotte-Fass incl. NIRS Sensor investiert hat. Mit dem Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung 2020 steht der Betrieb seit dem 01. Mai vor der Herausforderung jede Düngemaßnahme innerhalb von 2 Tagen nach Aufbringung zu dokumentieren und nachzuweisen, dass die Nährstoffzufuhr nicht überschritten wird. Um die Einhaltung der strengeren Dokumentationspflichten zu gewährleisten und gleichzeitig die Arbeit des Landwirtes zu vereinfachen, erweitert exatrek seine digitale Lösung zur vollautomatischen Dokumentation.

Die gesamte Flotte unseres Kundenbetriebes aus Norddeutschland ist mit einem T2 Adapter ausgestattet. Auf diese Weise werden die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger, Pflanzenschutzmittel, sowie Aussaatmengen vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert. Möglich wird dies durch den ISOBUS Task-Controller auf dem T2 Telemetriemodul, der die Daten im Hintergrund – ohne Zutun des Fahrers – von Schlepper und Anbaugerät abfragt. Die aufgezeichneten Daten stehen noch am Tag der Gülleausbringung in der exatrek WebApp in ausgewerteter Form zur Verfügung. Als Arbeitsnachweis kann ein PDF-Report der Maßnahme incl. GPS-Fahrspur erstellt werden. Da die Applikationsmengen  durch die integrierte GNSS Antenne des T2 georeferenziert aufgezeichnet werden, können die Sensorwerte auch zu Istwert-Zonenkarten weiterverarbeitet werden. Weiterhin werden Kennzahlen, wie z.B. der Kraftstoffverbrauch, die Betriebsstunden der Maschinen oder die Gesamtkosten der Arbeitseinsätze aufgezeichnet. „Digitale Lösungen sind der effektivste Weg, die immer strenger werdenden Dokumentationspflichten und eine gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft auf Dauer zu vereinen“, so Geschäftsführer Dietrich Kortenbruck.

Dokumentationspflicht erfüllt – Zeitaufwand verringert!

Praxiseinsatz Getreideernte
exatrek ist auch bei einem Lohnunternehmen in Schleswig-Holstein in Betrieb, das einen IDEAL 9T-Mähdrescher von AGCO im Einsatz hat. Durch die ISOBUS-Kompatibilität des Mähdreschers können neben den Fahrzeugdaten wie Fahrspur, Betriebsstunden und Dieselverbrauch auch die Ertragsdaten sowie die Kornfeuchte vollautomatisch georeferenziert dokumentiert werden. Auch hier kommt der ISOBUS Task-Controller auf dem exatrek T2 Telemetriemodul zum Einsatz. Durch die Online-Anbindung wird das zeitaufwändige und komplizierte Übertragen der Daten per USB-Stick vermieden. Wichtig: Sind die Schlaggrenzen im System hinterlegt, werden die Erträge und die durchschnittliche Kornfeuchte automatisch auf den Schlag umgerechnet.

Die georeferenzierten Ertragsdaten können beispielsweise im nächsten Erntejahr für eine optimierte teilflächenspezifische Bewirtschaftung des Schlages genutzt werden und so die Produktivität im Unternehmen steigern!

Europaweiter Einsatz
In Hamm gestartet, zählen mittlerweile eine Vielzahl verschiedenster Betriebe aus aller Welt zu unseren Kunden. Aktuell verzeichnen wir über 1472 digitalisierte Maschinen in Europa, Südamerika und Russland, sowie fast 500.000 mit exatrek bearbeitete ha. Wir sind gespannt, wo der nächste Adapter online geht!

Allgemein

Teil 4 ― Schläge und Orte importieren

Im vierten Beitrag unserer Reihe schauen wir uns an, wie Du Schlaggrenzen importieren und Orte anlegen kannst. Dies ist besonders wichtig um den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen zu können. Zusätzlich geht es darum, wie Du individuelle Schlaggrenzen einzeichnen kannst.

Die schlagspezifische Dokumentation wird zum Kinderspiel.

Doch was ist überhaupt eine Ackerschlagkartei?

In einer Schlagkartei werden genaue Aufzeichnungen über alle Maßnahmen (Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz, Ernte) mit Art und Umfang zu eingesetzten Betriebsmitteln im Laufe eines Jahres gemacht. Sie bildet eine Grundlage für die Betriebsabrechnung eines landwirtschaftlichen Betriebes und für verschiedene Auswertungen, Vergleiche oder die Anbauplanung der folgenden Jahre. Webbasierte Ackerschlagkarteien zeichnen sich häufig durch eine einfache Bedienung aus, welche durch Apps ergänzt werden. Einige Ackerschlagkarteien ermöglichen die Aufzeichnung von Beobachtungen, wie der Pflanzenentwicklung.

Eine gute Ackerschlagkartei-Software zeichnet sich durch eine große Datenbasis mit hinterlegten Tabellenwerten zu z.B. Nährstoffgehalten bei Düngemitteln, Wirkstoffen bei Pflanzenschutzmitteln, Sortenlisten und regelmäßigen Updates aus. Mit diesen Werten ist es möglich eine zuverlässige Dokumentation, eine Düngebedarfsermittlung und einen Nährstoffvergleich nach der neuen Düngeverordnung zu erstellen.

Darüber hinaus bieten digitale Agrar-Softwares einen zusätzlichen Mehrwert.  Sind im Funktionsumfang der Software weitere Module wie Sauenplaner, Nährstoffvergleich, Düngebedarfsermittlung oder Bordcomputerkopplung zur Landtechnik enthalten, wird von einem Farm-Management-System gesprochen.

Bei der Bordcomputerkopplung ist auf die Unterstützung durch ISOBUS zu achten. Damit ermöglicht die Ackerschlagkartei eine Kommunikation mit einer großen Anzahl an Maschinen verschiedenster Hersteller. Die Bordcomputerkopplung ermöglicht eine automatisierte Dokumentation, mit der Möglichkeit eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung sowie Arbeitsstunden der Personen zu erhalten. Darüber hinaus werden auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt.

Erweiterungen von Ackerschlagkarteien stellen auch die Fernerkundung und teilflächenspezifische Bearbeitung dar. Eine Flächenerkundung kann sowohl mit am Traktor befestigten Sensoren, durch Befliegung mit Flugzeugen und Drohnen oder durch Erdbeobachtungssatelliten durchgeführt werden. Mit Hilfe dieser Fernerkundung ergeben sich für den Landwirt zahlreiche Vorteile, z.B. die Nutzung präziserer Grundlagen zur Düngeplanung, gezielterer Einsatz von Pflanzenschutzmittel, eine Ertragsschätzung im Grünland, das Auffinden von Rehkitzen vor der Mahd und eine bessere Planbarkeit der Bewirtschaftung aufgrund von exakteren Wettervorhersagen. Mit Hilfe der Fernerkundung werden objektive Daten über den Schlag ermittelt, welche zusammen mit den dokumentierten Daten für die teilflächenspezifische Bearbeitung, z.B. bei Aussaat oder Düngung verwendet werden können.

Je mehr die Ackerschlagkartei automatisch erfasst, desto besser!

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Schlaggrenzen importieren:
    Um Schlaggrenzen importieren zu können musst Du zuerst unser Webportal öffnen und dich anmelden. Nun klickst Du links auf den Menüpunkt „Felder“, die Feldverwaltung öffnet sich. Auf der rechten Bildschirmseite sind zwei Symbole zum Felder importieren und Felder exportieren zusehen. Um Felder zu importieren verwende das entsprechende Symbol. Der Importdialog öffnet sich. Damit Du fortfahren kannst musst Du die entsprechende Felddatei als ZIP-Datei (Shapefile) oder GML Datei auswählen. Zusätzlich lässt sich noch das Koordinatensystem auswählen. Das WGS84 passt eigentlich so gut wie immer, wenn die Schläge jedoch nach dem Import verzerrte Schlaggrenzen ausweisen macht es Sinn das Koordinatensystem zu wechseln. Hast Du alles ausgewählt, kannst Du das Ganze importieren. Sofort sind die Schläge in der Karte zu sehen. Um fortzufahren benutzte den Weiter-Button, hier kannst Du bestimmte einzelne Felder auswählen die importiert werden sollen, falls nicht die komplette Datei importiert werden sollen. Sind die Felder ausgewählt verwende den Weiter‑Button. Im nächsten Schritt kannst du den zu importierenden Feldern optional Kunden zuordnen. Zusätzlich zum Kunden zuordnen, können den Kunden Farben zugewiesen werden, damit sich die Schläge in der Karte farblich unterscheiden. Der letzte Schritt ― Felder hochladen. Ist dies abgeschlossen, kannst Du den Importdialog schließen. In der Karte lassen sich jetzt alle importierten Schlaggrenzen einsehen. 

  2. Schlag nachträglich einzeichnen:
    Um Schläge nachträglich einzeichnen zu können, bleibst Du in der Kartenübersicht.  Wähle oben rechts den + Button um neue Felder zu markieren. Nun kannst Du ganz individuell Schlaggrenzen einzeichnen. Ist der neue Schlag eingezeichnet öffnet sich ein Fenster, in dieses wird der Namen des Feldes eingetragen. Zudem kann das Feld einem Kunden zugeordnet werden und ein zusätzlicher Kommentar geschrieben werden. Wenn alles eingetragen ist, kann gespeichert werden ― Schlag ist gespeichert. Er steht Dir jetzt genau wie die anderen Schläge zur Auswertung zur Verfügung.

  3. Ort einzeichnen:
    Die Schläge sind dafür da, um Fahrzeugdaten auf bestimmte Schläge zu referenzieren. Hierbei kommt es natürlich immer mal wieder vor, dass Fahrzeugstunden am Hof anfallen. Diese Fahrzeugstunden sollen bestenfalls dem Hof zugeordnet werden,  damit diese nicht als Wartezeit oder Straßenfahrtzeit im System auftauchen. Um Orte anzulegen bleibst Du in der Kartenübersicht.  Wähle wieder oben rechts den + Button und gehe dann auf Orte. Nun kannst Du deinen gewünschten Ort in der Karte markieren. Es öffnet sich ein Fenster, indem Du den Typ Ort auswählen kannst. Wählen kannst Du zwischen Hof, Stall, Tankstelle, Waage und Andere. Dann gibst Du den Namen ein und wählst den Radius, der die Fläche deines Hofes wiederspiegelt ― die Hofstelle ist jetzt angelegt. Alle Maschinenstunden die in diesem Radius stattfinden werden anschließend als Arbeitsvorbereitungszeit in die Datenauswertung mit einbezogen, das heißt Du kannst sie ganz klar von den Wartezeiten die auf dem Feld oder auf der Straße anfallen trennen. Legst du z.B. eine Waage an, sind noch weitere Funktionen hinterlegt, z.B. bekommt der Fahrer die Aufforderung eine Wiegung durchzuführen, wenn er mit dem Schlepper und der aktiven App auf die Waage fährt.

Die Schläge sind hochgeladen, Du weißt wie man neue Schläge einzeichnet und verschiedene Orte anlegt. Jetzt kannst Du den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen. Zudem kannst Du die Arbeit an den Orten als Arbeitsvorbereitungszeit mit in die Datenauswertung einbeziehen.

Im folgenden Beitrag werden wir uns anschauen, welchen Mehrwert das exatrek System – am Beispiel der Maisernte – in der Praxis bietet. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

Teil 3 ― Wienhoff Güllefass mit exatrek Anbaugeräte-Beacon ausstatten

Der dritte Teil unserer Beitragsreihe befasst sich mit der Integration eines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung. Die Integration stellen wir anhand eines Wienhoff Güllefasses näher dar. Denn die Schlepperdaten allein sind schön und gut, zusätzlich möchten wir natürlich wissen was für Arbeiten etc. auf den Schlägen durchgeführt wurden. Dies bekommen wir nur hin, indem das System weiß, welches Anbaugerät der Schlepper angehängt hat. Erfasst werden die ISOBUS-Daten, sie werden in ausgewerteter Form im exatrek Webportal zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise werden z.B. die ausgebrachten Mengen an Wirtschafts- oder Handelsdünger, Pflanzenschutzmittel, sowie Aussaatmengen vollautomatisch schlagspezifisch dokumentiert.

Um das Güllefass in die Datenerfassung zu integrieren, benötigst Du einzig und allein einen unserer Bluetooth-Beacon. Damit das Fass dem Beacon digital zugewiesen werden kann, musst Du den Beacon nur noch am Fass befestigen.

Doch was ist eigentlich ein sogenannter Bluetooth-Beacon?

Unter dem Begriff Bluetooth-Beacon versteht sich ein kleiner Bluetooth-Sender, der auf Bluetooth-Technik basiert. Er nutzt Bluetooth Low Energy (BLE) oder die Bluetooth Smart Technologie. Der englische Begriff Beacon bedeutet im Deutschen Funkbake. Im ursprünglichen Sinn handelt es sich um eine mobile oder ortsfeste Funkstelle, die bei der Navigation beispielsweise in der Luftfahrt Verwendung findet. Der Grund, warum Beacons relativ schnell einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurden, war Apple. Das Unternehmen stellte den iBeacon im Jahr 2013 vor und sorgte durch ein Lizenzierungsverfahren für die Markteinführung. Was macht der Beacon den nun genau? Er sendet Funkwellen aus, die zur Identifizierung und zur Ortsbestimmung notwendig sind. Geräte wie Tablets und Smartphones sind in der Lage, die Nachrichten der Beacons zu empfangen und zu verarbeiten.

Mit Hilfe unserer Bluetooth-Beacons kann das T2 Telemetriemodul das Anbaugerät voll automatisch erkennen. So werden nicht nur Maschinenstunden, sondern auch die Nutzung Deines Anbaugerätes auf Deinen Schlägen verzeichnet. Die manuelle Auswahl des Anbaugerätes in der exatrek App oder WebApp entfällt.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Beacon anbringen:
    Unsere Beacons sind mit zwei starken Magneten ausgestattet, dadurch gestaltet sich die Anbringung kinderleicht. Einfach eine Stelle am Anbaugerät suchen, die möglichst weit vorne ist, damit Kontakt zum T2 Modul besteht. Zack den Beacon ans Gerät halten, dann er sollte sich von allein an das Anbaugerät heften ― fertig ist die Montage.

  2. Anbaugerät im Webportal anlegen:
    Nun musst Du den Beacon noch digital mit dem Fass koppeln. Öffne dafür das Webportal, in der Hauptübersicht klickst Du den Menüpunkt „Anbaugeräte/Anhänger“ an. Wähle danach oben rechts den + Button um ein Anbaugerät hinzuzufügen. Nun öffnet sich ein neues Fenster, in diesem Fenster kannst Du verschiedene Angaben machen. In unserem Beispiel tragen wir bei der Geräteklasse die Gülle & Dungtechnik ein. Es gibt natürlich noch weitere Auswahlmöglichkeiten, wie z.B. Pressen, Bodenbearbeitungsgeräte und Beregnungstechnik. Gib danach den Gerätetypen an, hier ist dies ein Güllewagen. Zusätzlich Gerätetyp 2, dieser definiert den Typ nochmal etwas genauer, hier ein Schleppschuhverteiler. Dann den gewünschten Namen, den Hersteller, das Modell und das Baujahr eintragen. Besonders wichtig die Angabe der Arbeitsbreite, denn diese dient dir zur Berechnung der Flächenleistung und zur Berechnung der bearbeiteten Flächen. Zusätzlich kann die Transportkapazität angeben werden und ein Kostensatz hinterlegt werden. Die Abrechnungseinheiten 1 – 4 können zunächst ausgelassen werden. Diese kannst Du dann ausfüllen, wenn die ersten Daten erfasst wurden und Du genau weißt, wie die Auswertung aussehen soll. Ist alles eingetragen ― klicke speichern. Daraufhin sollte das Fass sofort in deiner Anbaugeräteliste erscheinen.     

  3. Anbaugerät mit Beacon koppeln:
    Befindet sich das Anbaugerät in der Anbaugeräteliste, musst Du nur noch rechts auf die drei Punkte klicken, dann öffnen sich neue Auswahlsymbole. Zum Koppeln wird das Symbol in der Mitte benötigt, dies ist ein kleines Linksymbol. Nun wählst Du den Beacon aus, den du vorher an dem Fass befestigt hast. Nur noch speichern klicken und fertig ist die Integration deines Anbaugerätes in die automatische Datenerfassung.

Nun ist der Beacon montiert, das Fass angelegt und das Ganze digital verknüpft. Dein Anbaugerät kann jetzt vollautomatisch von dem T2 Telemetriemodul erkannt und dessen  Nutzung aufgezeichnet werden.

Im nächsten Beitrag schauen wir uns an, wie Du Schlaggrenzen importieren und Orte erstellen kannst. Dies ist besonders wichtig um den einzelnen Schlägen ― die bearbeitete Fläche, die angefallenen Stunden und Dieselverbräuche zuordnen zu können. Zusätzlich geht es darum, wie Du individuelle Schlaggrenzen einzeichnen kannst. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

Teil 2 ― John Deere 6150R mit exatrek T2 ausstatten

Hast du die Anmeldung erfolgreich beendet? Dann geht es hier mit dem zweiten Teil unserer Reihe weiter. Dieser Teil beschäftigt sich mit der Integration eines Schleppers in die automatische Datenerfassung, am Beispiel des John Deere 6150R. Unsere Hilfsmittel hierfür sind ein T2 Telemetriemodul, welches uns die Daten unserer Maschine liefert, und ein Anschlusskabel passend zu dem jeweiligen Schlepper. Ziel des Ganzen ― deinen manuellen Dokumentationsaufwand möglichst gering zu halten.

Doch was ist eigentlich mit automatischer Datenerfassung gemeint und welche Vorteile hat diese für dich?

Meist stammen Schlepper und Anbaugeräte auf einem Betrieb von verschiedenen Herstellern. Zunehmend wird die elektronische Steuerung von Anbaugeräten genutzt und ist durch Isobus standardisiert verfügbar. Die Nutzung der automatischen Datenerfassung, der Übertragung und Speicherung von Informationen von betriebsinternen Abläufen auf dem Betriebsrechner, ist vielversprechend. Solche Systeme vereinfachen den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren der Landwirtschaft und ermöglichen es beispielsweise, einmal erhobene Daten an verschiedenen Stellen weiterzuleiten. Außerdem sollen solche Systeme, über die Auswertung der erhobenen Daten, den Landwirten als Entscheidungshilfe dienen.

Du bekommst ziemlich einfach eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung sowie Arbeitsstunden der Personen. Darüber hinaus können auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt werden. Die erfassten Daten können dann unkompliziert in die Ackerschlagkarteien verschiedener Partner, wie agrirouter und 365farment, übertragen werden.

Fakt ist: In der modernen Pflanzenproduktion sind Maschinen- und Energiekosten einer der größten Kostenblöcke. Um diese zu optimieren, sei es in ökonomischer oder ökologischer Hinsicht, muss zunächst der Ist-Zustand erfasst werden. Anschließend können auf dieser Basis Optimierungen durchgeführt werden. exatrek gibt dir ein Werkzeug an die Hand, um Kosten oder den Energiebedarf zielgerichtet zu erfassen und einzelne Maßnahmen schlaggenau zuordnen zu können.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Adapter anschließen:
    Du fängst damit an, indem Du den Stecker des mitgelieferten Kabels in die Diagnoseschnittstellen-Steckdose, in der Schlepperkabine, einsteckst. Die Datenübertragung erfolgt hauptsächlich über ISOBUS, trotzdem wird diese Steckdose genutzt, damit der ISOBUS InCab frei bleibt für z.B. ein Spritzterminal.  Das Kabelende schraubst Du daraufhin ganz einfach an den T2 Adapter. Nun ist wichtig, dass Du dir vor dem befestigen des Adapters die Seriennummer merkst, in unserem Beispiel ist dies die 2416. Diese wird später benötigt, um das Modul mit dem Schlepper verbinden zu können. Hast Du dir die Nummer aufgeschrieben oder gemerkt, kannst Du die Folie auf den beiliegenden Klebepads entfernen und den Adapter an einer Stelle im Schlepper befestigen wo er dich nicht stört.

  2. Schlepper im Webportal anlegen:
    Hast Du den T2 Adapter erfolgreich befestigt, folgt die Anlage deines Schleppers im Webportal. Öffne dafür unser Webportal und melde dich an. Nun klickst Du links auf den Menüpunkt „Fahrzeuge“. Wenn bereits Fahrzeuge in deiner Datenbank eingepflegt sind werden sie dir hier angezeigt. Nun musst Du rechts den runden „+ Button“ betätigen, dieser steht für das Hinzufügen eines neuen Fahrzeuges. Daraufhin sollte sich bei dir ein neues Fenster öffnen. In dieses Fenster trägst Du deinen Fahrzeugtypen ein, in diesem Fall ein Traktor, dann einen beliebigen Namen, die Farbe, den Hersteller, das Modell, das Baujahr und du kannst einen Kostensatz hinterlegen. Dies ist wichtig, falls du später die Kosten verfolgen möchtest. Hast Du alles ausgefüllt, klickst Du auf bestätigen und der Schlepper ist im Webportal angelegt.

  3. Schlepper mit Adapter koppeln:
    Den Schlepper findest Du jetzt in der Fahrzeugliste. Um den Schlepper mit dem Adapter zu koppeln klickst du das Link-Symbol rechts in der Liste an. Es öffnet sich ein neues Fenster, dieses Fenster zeigt eine Liste der Module die deinem Betrieb zugeordnet sind. Nun musst du die Nummer des Adapters auswählen, die du dir zuvor gemerkt hast, in unserem Falle die 2416. Dann klickst du auf speichern. Der Schlepper sollte jetzt mit dem Adapter verbunden sein. Überprüfe dies am besten direkt, indem du die Zündung deines Schleppers einschaltest. Ist dein Schlepper online? Dies kannst Du herausfinden, indem Du links auf die Übersicht klickst. Zusätzlich wird sofort, wenn der Schlepper online ist, seine Position erkannt. Möchtest Du mehr Details deines Schleppers untersuchen, dann klicke links in der Liste auf deinen gewünschten Schlepper.  Du kannst in der Detailansicht, z.B. Maschinenstatus und den Tankfüllstand, einsehen.

Der Schlepper ist jetzt mit einem exatrek T2 Telemetriemodul ausgestattet, er ist im Webportal angelegt und das Modul ist dem Schlepper zugewiesen. Der Schlepper ist online gekommen, du kannst die Daten des Schleppers, Dieselverbrauch, Tankfüllstand und Position einsehen? Dann hast Du alles richtig gemacht! Die Installation ist an dieser Stelle abgeschlossen, Du kannst jetzt Daten erfassen, die automatische Dokumentation beginnt und Du kannst nach dem Ersteinsatz die Daten auswerten.

Im darauffolgenden Beitrag geht es mit der Integration des Anbaugerätes, dem Wienhoff Güllefass, in die automatische Datenerfassung weiter. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

Teil 1 ― Registrierung bei exatrek

Du hast dich schon immer gefragt, wer oder was wir eigentlich sind? Und was wir machen? Wir, das heißt exatrek sind ein junges innovatives Unternehmen, welches sich mit dem herstellerunabhängigen Flottenmanagement für die Landwirtschaft beschäftigt. Genauer gesagt, möchten wir mit unseren universell einsetzbaren ISOBUS T2 Telemetriemodulen und Bluetooth-Beacons, die zur Identifikation  von Anbaugeräten oder Fahrern dienen, deine Arbeitsabläufe vollautomatisch erfassen. Im Anschluss kannst Du alle gesammelten Daten und Auswertungen in unserer WebApp einsehen. Kosten und Zeiten können konkreten Vorgängen, Schlägen oder Kunden zugeordnet werden. Fahrer können direkt zu Feldern navigiert werden und die einzelnen Jobs bieten die Möglichkeit zur Analyse von Kostentreibern. Mit diesen bisher ungenutzten Daten können deine Arbeitsprozesse bestmöglich optimiert werden. Ziel ist es mit sehr geringem Aufwand die Effizienz in deinem Unternehmen zu steigern. Einfacher lässt sich dein Einstieg in das Smart-Farming Zeitalter nicht gestalten!

Doch was ist Smart-Farming eigentlich? Smart-Farming ist ein wissensbasierter Ansatz, der die Anwendung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft beinhaltet. Es umfasst satellitengestützte Bewirtschaftung von der exakten digitalisierten Datenerfassung, über die Überwachung der Maschinen, bis hin zur Aufgabenerarbeitung. Vielfach wird mit Hilfe von Drohnen, Sensortechnik, Farm-Management-Software und Apps gearbeitet. Das Ziel des Ganzen ― die allgemeine Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft. Auf dem Acker führt diese Effizienz z.B. zur Zunahme der Erträge. Zudem wird Arbeit vereinfacht und die Arbeitszeit verkürzt. Weiterer Vorteil des Smart-Farming ― der schonende Umgang mit der Umwelt, indem der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngermitteln optimiert wird. Diese Vorteile lassen sich mit exatrek optimal ausnutzen.

Du hast dich daher dazu entschieden unser exatrek System zur automatischen Dokumentation auf deinem Betrieb zu nutzen, um Teil des Smart-Farming zu werden? Dann bist bei unserer neuen Videoreihe genau richtig! Mit dieser neuen Videoreihe, von der Anmeldung bis hin zur Erfassung von ISOBUS Daten, möchten wir dir zeigen, wie man das exatrek System auf einem Betrieb installiert. Die Erklärvideos sollen dir bei den ersten Schritten mit exatrek helfen und dir zusätzlich einen Einblick in die verschiedensten Funktionen des Systems geben. In unserem ersten Video geht es um die  Anlage des persönlichen Accounts und des Betriebskontos. Falls Fragen entstehen sollten, melde dich doch bei info@exatrek.de oder ruf uns kostenfrei unter der Nummer: +49 (0) 2381 8765596 an.

Kurze Zusammenfassung des Videoinhaltes:

  1. Account erstellen:
    Als Erstes öffnest Du unsere Internetseite www.exatrek.de, dann klickst du oben rechts den türkisen Login Button. Daraufhin öffnet sich automatisch das Fenster zum Webportal. Nun musst Du auf registrieren klicken um einen persönlichen User-Account anzulegen. Es öffnet sich ein Fenster, in das Du deinen Benutzernamen, deine E-Mail Adresse und dein persönliches Passwort einträgst. Zusätzlich machst Du ein Häkchen bei AGBs akzeptieren und klickst dann auf registrieren. Ein neues Fenster wird geöffnet, gleichzeitig wird ein Aktivierungscode an deine E-Mail Adresse gesendet. Wichtig: Wird dir die E-Mail nicht angezeigt solltest du in deinem Spam-Ordner nachschauen. Den Aktivierungscode kopierst Du und fügst ihn, zusätzlich zu deinem Benutzernamen, in das geöffnete Fenster ein. Danach klickst Du auf aktivieren und dein eigener Account öffnet sich.

  2. Testaccount erstellen:
    Um nun einen Testaccount anzufragen musst Du als erstes den runden Button mit der Person anklicken. Daraufhin öffnet sich ein Fenster in das Du deine persönlichen Kontaktdaten, wie Name, Nachname und E-Mail Adresse einträgst. Zusätzlich gibst Du deinen Betriebsnamen an, unter dem der Testaccount angelegt wird. Hast Du dies erledigt, klickst Du auf Bestätigen. Nun bekommst du eine E-Mail zur Aktivierung des Betriebes. In der E-Mail steht ein Zugangscode den kopierst Du oder scannst den vorliegenden QR-Code. Öffne das Webportal und klicke auf den runden Plus-Button. In das geöffnete Fenster kopierst Du den Zugangscode und klickst auf hinzufügen.

  3. Betrieb ist angelegt:
    Der Testbetrieb ist jetzt angelegt. Du hast sofortigen Zugang zum System und hast die Möglichkeit zur weiteren Konfiguration, wie z.B. Maschinen und Anbaugeräte anlegen, Schläge hinzuzufügen usw.

Mit der Erstellung deines persönlichen Accounts und mit der Anlage des Betriebskontos ist die Einrichtung abgeschlossen. Du kannst dich nun einloggen ― Maschinen, Anbaugeräte und Felder anlegen und verwalten. Näheres dazu folgt in unseren weiteren Videos.

Im nächsten Beitrag geht es mit der Integration, eines John Deere 6150R, in die automatische exatrek Datenerfassung weiter. Bis zum nächsten Beitrag!

Allgemein

5 Smart Farming Start-ups, die Deinen Betrieb mit ihren Ideen in die Zukunft katapultieren

Oder: Wie kleine Alltagshelfer die Effizienz Deines Betriebes steigern

Säen, ernten, füttern, melken – Landwirtschaft läuft nur auf den ersten Blick heute noch so ab wie vor 100 Jahren. Digitale Techniken bestimmen mehr und mehr den Alltag der Landwirte. Dabei geht es neben mehr Effizienz im Betrieb auch um eine geringere Umweltbelastung und bessere Haltungsbedingungen für Tiere.

Mit der Landwirtschaft befindet sich aktuell einer der größten Wirtschaftszweige mitten in der digitalen Revolution und von diesem digitalen Wandel profitieren wir alle. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten Start-ups, die sich mit erkrankten Pflanzen befassen, Dokumentations- und Fütterungsprozesse optimieren, neue Wege der Direktvermarkung finden, die Nachhaltigkeit fördern und – ihre Innovationen sind alle digital.

Heute stelle ich Euch 5 interessante Smart Farming Start-ups vor, die dazu verhelfen auf den Zug der Digitalisierung aufzuspringen und die Effizienz Deines Betriebes zu steigern.

Ag.supply – Der Agrar Lieferant

Dank ag.supply musst du nicht länger Betriebsmittel für deinen Landwirtschaftsbetrieb aus unterschiedlichen Quellen beziehen. Hier kannst Du alles auf einen Schlag, ganz leicht online, erwerben.  Die Produktpalette besteht aus 3 Millionen Artikeln, aufgeteilt in die unterschiedlichsten Kategorien, diese Kategorien teilen sich auf in z.B. Ersatzteile, Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Tierzucht. Durch ag.supply kannst Du deinen Einkauf einfach, sicher und ohne langes Suchen erledigen. Das Ziel ist es, dass Du beim Einkaufen Zeit, Geld und Nerven sparst.

Peat Digitaler Pflanzendoktor

Das Start-up hat eine Software entwickelt, die anhand eines Fotos, Pflanzenschäden in Deinem Bestand automatisch analysieren kann. Zurzeit können mit Peat über 40 unterschiedliche Pflanzenkrankheiten, Insektenschäden und Nährstoffmängel mit einer Genauigkeit von über 90% bestimmt werden. Dadurch lassen sich Ernteverluste minimieren und der Einsatz von präventiven Pflanzenschutzmitteln kann reduziert werden. Der Clou: mit jedem neuen Foto lernt die Software dazu. Zusätzlich ist jedes Foto georeferenziert, sodass sich noch nie da gewesene Zusammenhänge zwischen Klima, Wetter und Pflanzenschäden in Geostatistiken ausdrücken lassen. In Zukunft soll die Peat-API zur Bilderkennung auch für Agrar-Drohnen und Agrar-Roboter verfügbar sein.

Fodjan – Mobiler Fütterungsassistent

Der digitale Assistent für die Fütterung – fodjan smart feeding. Die fodjan Plattform bringt Fütterungsberater, Landwirte und Technik an einem Ort zusammen und fördert ihre Zusammenarbeit – bequem am Laptop oder per App. Vernetzt werden die Daten vom Futtermittel über die Ration und Fütterung bis in die Leistungsdaten.  Warum das Ganze? Um deine Erfahrung im Bereich der Fütterung bestmöglich zu ergänzen und deinen Alltag zu erleichtern.

Dropnostix Automatische Gesundheitsdiagnose

Die Gründer haben einen Sensor entwickelt, der den Gesundheitszustand der Milchkuh anhand von drei Parametern permanent überwacht: Temperatur, Verdauungs- und Bewegungsaktivitäten. Der 10 cm große Sensor liegt im Pansen der Kuh. Dieser Sensor soll Dir hauptsächlich helfen, den Gesundheitszustand deiner Herde zu überwachen und Brunst sowie Fütterung zu managen. Eingesetzt werden sollte der Sensor bei möglichst jeder Kuh in Deiner Herde. Das fängt bestenfalls bei einer Erstkalbin an, die gerade in die Milchproduktion startet, damit die Kuh möglichst in ihrer kompletten Milchgebe-Laufbahn beobachtet werden kann. Der Sensor misst die Parameter, speichert sie zwischen und funkt sie an eine Empfängerstation im Stall. Eine zentrale Basisstation sendet die Daten dann an eine Cloud. Die von dropnostix entwickelte Software analysiert die Daten – sobald Auffälligkeiten auftreten schlägt sie Alarm. Derzeit werden die Alarmmeldungen per E-Mail gesendet oder in der App angezeigt. Die wichtigsten Daten werden auf einer für Milchviehhalter bekannten Nutzeroberfläche abgebildet. Dadurch wird Dein Arbeitsalltag zusätzlich vereinfacht. Das Ziel der Gründer sind glückliche Kühe, faire Preise und gesunde Milch.

Exatrek – Vollautomatische Datenerfassung

Ist die Smart Farming Lösung um Dein Papierchaos im Büro zu beseitigen. All Deine Maschinen sind auf einer Plattform vereint und zwar Hersteller- und Markenunabhängig. Das exatrek System liefert Dir vollautomatisch alle Informationen, die du benötigst: Maschinenstandorte, Arbeits-, Warte-, und Leerlaufzeiten, sowie den Kraftstoffverbrauch Deiner Schlepper auf dem Feld. So behältst Du in allen Bereichen den Überblick. Mit der Hilfe des T2 Telemetriemoduls kannst Du die wichtigen Maschinendaten, wie z.B. Fahrgeschwindigkeit, Schlupf oder Arbeitstiefe ermitteln. Mit den optional verfügbaren ISOBUS-Funktionen können zugleich die Daten von kompatiblen Anbaugeräten mit dokumentiert werden. Auf Basis dieser automatisch dokumentierten Daten, die in der exatrek App und WebApp einzusehen sind, kann dann ganz einfach die Arbeitszeitanalyse erfolgen. Du erhält so, ohne manuellen Dokumentationsaufwand, eine vollständige Übersicht über die im Verlaufe eines Jahres angefallenen Maßnahmen inkl. Betriebsstunden der Maschinen, Kraftstoffverbrauch und Anbaugerätenutzung, sowie Arbeitsstunden der Personen. Darüber hinaus werden auf Basis dieser Daten betriebsindividuelle Kennzahlen für die einzelnen Maßnahmen, beispielsweise Flächenleistungen, Verfahrenskosten oder CO2-Äquivalente, ermittelt. Die erfassten Daten können ganz unkompliziert in die Ackerschlagkarteien von Agrirouter und 365FarmNet übertragen werden.

Wir von exatrek möchten Dich mit diesem Beitrag anregen, dich den neuen Trends der landwirtschaftlichen Digitalisierung offen gegenüber zu stellen, neue Innovationen auszuprobieren und zu unterstützen. Durch diese Offenheit für neuartige Systeme und Ideen kannst Du den digitalen Wandel mit vorantreiben und als zusätzlichen positiven Nebeneffekt Deinen Betrieb natürlich noch effizienter gestalten.

Für alle, die sich weiter in das Thema Betriebsoptimierung einlesen möchten, empfehle ich unseren Beitrag zum Thema: „5 Features, die Dir dabei helfen die Vorgänge auf Deinem Betrieb zu optimieren

 

Allgemein

Vergleichsfahrt mit exatrek: JCB 8336 vs. Unimog U430 vs. Fendt 828

In kaum einer Branche werden Maschinen so vielfältig eingesetzt wie in der Landwirtschaft. Ein Paradebeispiel ist hier der Ackerschlepper: Ausgestattet mit mehreren Anbauräumen und mechanischen, hydraulischen und elektrischen Schnittstellen, um komplexe Anbaugeräte anzutreiben. Mit großen Reifen für bodenschonendes Arbeiten auf dem Acker werden gleichzeitig Transportgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h auf der Straße erreicht. Das Konzept ist seit Jahrzehnten bewährt, kein Landwirt kommt ohne den klassischen Ackerschlepper aus.

Trotzdem gibt es seit Jahren Alternativen zu diesem Konzept. Auch wenn Bauarten wie das Trac-Konzept oder der Unimog nie die Stückzahlen der Standardschlepper erreichen konnten, haben diese Fahrzeuge eine treue Fangemeinde, die auf die konzeptionellen Vorteile wie höhere Transportgeschwindigkeiten oder zusätzliche Anbauräume nicht verzichten wollen. Kein Wunder, dass in Fachzeitschriften regelmäßig Vergleichstests der verschiedenen Fahrzeugkonzepte zu finden sind. Der Konsens: Die Fahrzeugkonzepte haben Ihre Vorteile, wenn die Einsatzbedingungen auf dem Betrieb zum Fahrzeug passen.

Doch wie sehen die „richtigen“ Einsatzbedingungen aus? Der eigene Betrieb entspricht selten dem Betrieb aus dem Fahrzeugprospekt oder dem Zeitschriftentest. Die entscheidende Frage ist doch:

Wie schlägt sich das Fahrzeug unter den Einsatzbedingungen auf meinem Betrieb?

Diese Fragestellung hat auch einen Lohnunternehmer aus Norddeutschland beschäftigt. Ausgestattet mit einem bunten Fuhrpark aus Traktoren, LKW, Baggern und Spezialmaschinen für den Wegebau sind bei Ihm, neben den üblichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie der Grünfutterbergung, auch Baggerarbeiten auf weiter entfernten Baustellen zu erledigen. Aufgrund der teilweise größeren Transportentfernungen und des Einsatzes auf dem Bau, im Kommunalbereich und der Landwirtschaft werden die meisten Tätigkeiten aktuell mit mehreren JCB Fasttracs durchgeführt.

Durch den steigenden Anteil an Transportarbeiten, insbesondere bei den Baggereinsätzen, entsteht hier ein neues Aufgabenfeld. Die Frage die sich stellt: welches Fahrzeugkonzept ist für diesen Einsatz das Richtige?

Um diese Frage für das Einsatzszenario „Baggertransport“ zu beantworten wurde eine Vergleichsfahrt durchgeführt. Kandidaten für den Test waren der JCB 8336 des Unternehmers, ein Unimog U430 und ein Fendt 828 Vario. Alle Fahrzeuge liegen in etwa in der 300 PS Klasse, wurden von demselben Fahrer bedient, und hatten dieselbe Last, einen Tieflader mit einem Bagger, zu ziehen. Das Streckenprofil wurde so gewählt, dass es dem typischen Einsatz des Unternehmers entspricht: ein Rundkurs von 40km Länge mit 180 Metern Höhenunterschied, der zum großen Teil über Landstraßen führt. Ein Teil der Strecke führte durch eine urbane Gegend mit mehreren Kreuzungen und Ampelstops.

Für die Dokumentation der gefahrenen Strecke, den Zeiten und des Kraftstoffverbrauchs wurde auf den Fahrzeugen wurde je ein exatrek T2 Telemetriemodul installiert. Durch die verschiedenen verfügbaren Kabelsätze für Unimog, JCB und Fendt war die Installation innerhalb von Minuten erledigt. Mit den Telemetriemodulen sind die Fahrten sicher und nachvollziehbar dokumentiert. Bevor die Fahrzeuge an den Start gingen, wurde jedes noch einmal vollgetankt und gewogen.

Tabelle: Gewicht bei Leerfahrt und Lastfahrt incl. vollem Dieseltank und Fahrer

Anschließend wurde je eine Leerfahrt ohne Anhänger und eine Lastfahrt mit Anhänger durchgeführt. Auf dem Bild ist der gefahrene Rundkurs dargestellt. Die Strecke von 40km führte über Bundesstraßen, Land- und Kreisstraßen sowie Ortsdurchfahrten.

Nachdem das letzte Fahrzeug seine Tour absolviert hatte, ging es an die Auswertung. Mithilfe der Job-Splitting Funktion in der exatrek WebApp wurden die Messstrecke aus der aufgezeichneten Fahrspur extrahiert. So ist gewährleistet, dass alle berechneten Summen exakt dem Zeitraum der Messung zu Grunde liegen. Danach stehen die Ergebnisse sofort zur Verfügung:

Es ist sofort ersichtlich, dass der JCB und der Unimog durch ihre bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit eine kürzere Transportzeit umsetzen. Gegenüber dem Fendt erreicht der Unimog bei diesem Einsatz im Schnitt über Leer- und Lastfahrt eine rund 13 % höhere Transportgeschwindigkeit. Der JCB liegt knapp 9 % über den Werten des Fendt. Das passt zu den jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten der Fahrzeuge: Der Fendt 828 hat eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, der JCB 8336 von70 km/h und der Unimog von 80 km/h.

Vergleicht man die Kraftstoffverbräuche fällt auf, dass der Unimog trotz der höchsten Transportgeschwindigkeit am wenigsten Kraftstoff verbraucht hat. Gegenüber dem Fendt rund 16,5 % weniger Kraftstoff. Gegenüber dem JCB sogar 31,4 % weniger.

Wie ich in meinem Blogbeitrag zum Thema Effizienz von Feld- und Transportarbeiten  vom 15.08.2018 schon diskutiert habe, interessiert den Unternehmer natürlich eher die Transporteffizienz als die absoluten Verbrauchsmengen. Im Transportgewerbe ist die Einheit l/100tkm der übliche Vergleichswert. Das heißt der verbrauchte Kraftstoff auf die Last, den Anhänger mit Bagger, referenziert. In unserem Versuch hat der JCB eine Transporteffizienz von 2,63 l/100tkm, der Unimog hat 1,94 l/100tkm, der Fendt 2,23 l/100tkm. Bezogen auf den JCB ist der Fendt also 15,2 % effizienter, der Unimog 26,2%.

Die Ergebnisse des Vergleichs sind für uns überraschend ausgefallen. Beim Einsatzszenario „Baggertransport“ kann der Unimog gegenüber dem Standardschlepper eine um 13 % höhere Transportgeschwindigkeit umsetzen. Hier hätten wir aufgrund der rund 30 km/h höheren Endgeschwindigkeit mit mehr gerechnet. Auf der anderen Seite läuft der Unimog mit den vergleichsweise kleinen Reifen und dem Schaltgetriebe wesentlich sparsamer als erwartet.

Zur Sicherheit haben wir die ermittelten Verbrauchsdaten nach dem Versuch mit den im Fahrzeugdisplay angezeigten Verbrauchswerten verglichen. Bei allen Fahrzeugen entsprachen die durch exatrek ermittelten Werte denen der internen Verbrauchsmessung.

Fazit 

Nie war es einfacher einen schnellen und doch gut nachvollziehbaren Einsatzvergleich zwischen unterschiedlichen Fahrzeugen zu ziehen. Innerhalb von 5 Minuten sind die notwendigen Telemetriemodule installiert, dann kann es losgehen. Nach den Fahrten sind die interessanten Kennzahlen sofort im exatrek Webportal verfügbar. Trotzdem gilt: Wir haben hier nur einen Ausschnitt aus dem realen Ganzjahreseinsatz, den Baggertransport, betrachtet. Um genauere Ergebnisse zu erzielen, sollten die Fahrzeuge dauerhaft mit Telemetriemodulen ausgestattet werden. Nur so werden über die Einsatzdauer immer genauere Kennzahlen zu Leistung und Kosten für jedes einzelne Fahrzeug in der jeweiligen Flotte ermittelt. Kommt dann eine Vorführmaschine auf den Hof, ist sofort ersichtlich, bei welchen Einsatzbedingungen diese getestet werden muss.

Wenn Du Fragen zum Einsatz von exatrek für den Maschinenvergleich hast oder gerne selbst mal einen solchen Test durchführen möchtest schreib uns einfach unter info@exatrek.de!